Herzhaftes

Pastinakensuppe

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{Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung} Vor meiner klitzekleinen Jahresendpause habe ich natürlich noch ein leckeres und vor allem winterliches Rezept für Euch. Denn oftmals wird meine allerliebste Winterknolle – die Pastinake – von vielen übersehen und unterschätzt. Denn als damals die Kartoffel hierzulande die Küchen eroberten, geriet die sogenannte Germanenwurzel in den Hintergrund.

Und natürlich war ich eine vom Team „Pastinake, was ist das?“ bis ich vor einigen Jahren in einem Restaurant eine ultra leckere Pastinakensuppe aufgetischt bekam. Und ich sage Euch, das war eine der nachhaltigsten Entdeckungen. Denn wie Ihr wisst, esse ich ja nicht alles, aber seit diesem Augenblick werden im Hause Köstlich zu dieser Jahreszeit doch des Öfteren pastinakenlastige Gerichte serviert.

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Und das nicht immer zur Freude meiner Gäste. Im letzten Jahr hat sich mein Küchenabschnittsgefährte noch gar nicht so sehr über meine Suppe gefreut. Doch vor ein paar Wochen habe ich diese neue Variante ausprobiert und damit konnte ich ihn dann doch noch überzeugen. Falls es dem ein oder anderen ähnlich geht, probiert doch einfach dieses Rezept aus und vielleicht klappt’s so ja mit der Überzeugungsarbeit.

Apropos Überzeugungsarbeit, die musste der passende Wein zur Suppe definitiv nicht leisten. Denn der Weißburgunder Kalkmergel vom Weingut Jülg hat ab dem ersten Schnupperer am Glas förmlich gerufen: „Trink mich aus!“ Sein Duft nach Birne und Pfirsich bilden zusammen mit dem Geschmack der Suppe die perfekte Kombination. Aber auch einfach für ein Gläschen Wein abends auf dem Sofa eignet er sich super.

Davon brauch’ ich definitiv noch Nachschub für die kommenden Feiertage.

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Ich für meinen Teil verabschiede mich mit diesem Rezept von einem ereignisreichen und turbulentem Jahr. 2018 war zwar nicht immer durchweg cool, aber es gab wirklich viele tolle Momente, an die ich gerne auch noch im kommenden Jahr zurückdenke. Ich durfte so viele liebe Menschen kennenlernen, die ich hoffentlich bald wiedersehe. Ein großes Dankeschön geht auch an alle, die mein kleines Projekt und mich hier unterstützen: alle Mitkocher, alle Aufesser, alle Korrekturleser, alle Reflektorhalter, alle Weineinschenker, alle Blogleser und -befürworter, und und und… Habt alle schöne und vor allem entspannte Feiertage. Kommt gut ins neue Jahr, meine Lieben!

Viel Spaß beim Nachkochen. Ich freue mich auf Eure Ergebnisse. Markiert mich auf Instagram oder setzt den Tag #kathikoestlich

 

Zutaten für 4 bis 5 Portionen:

  • 500 g Pastinaken
  • 1 Stange Lauch
  • 550 g Kartoffeln
  • 2 Schalotten
  • 2 EL Rapsöl
  • 800 ml Gemüsefond
  • 1 Schuss Weißwein
  • 1 Lorbeerblatt
  • Salz, Pfeffer, Muskat

Zusätzlich zum Verfeinern: 1 Handvoll frische Petersilie, etwa 1 TL Dukkah (z.B. von Rimoco), 4 bis 5 Scheiben Serranoschinken

Zubereitung:

  1. Den Lauch der Länge nach in zwei Hälften schneiden, ordentlich unter kaltem Wasser abspülen und in etwa 1 cm breite Stücke schneiden.
  2. Pastinaken und Kartoffeln schälen, anschließend in 1 bis 2 cm breite Würfel schneiden. Die Schalotten schälen und in grobe Stücke schneiden.
  3. Nun einen großen Topf auf den Herd stellen, das Rapsöl hineingeben und bei mittlerer Hitze die Schalotten für 1 bis 2 Minuten andünsten.
  4. Jetzt könnt Ihr die Pastinaken und die Kartoffeln dazugeben und für weitere 2 bis 3 Minuten mit andünsten. Dann kann auch der Lauch mit in den Topf.
  5. Alles für etwa 5 Minuten bei mittlerer Hitze brutzeln lassen. Dann mit einem Schuss Weißwein ablöschen und den Gemüsefond aufgießen.
  6. Lasst das ganze zusammen mit dem Lorbeerblatt etwa für 20 Minuten leicht köcheln bis das Gemüse weich ist.
  7. Zwischendurch könnt Ihr die Petersilie waschen und fein hacken. Den Serranoschinken solltet Ihr in einer beschichteten Pfanne bei mittlerer Hitze anbraten, sodass er der crunchige Part in Eurer Suppe bildet.
  8. Sobald Euer Gemüse pürierbereit ist, gebt Ihr den Inhalt des Topfes – nicht das Entfernen des Lorbeerblattes vergessen –  in einen Mixer oder püriert alles mit einem Zauberstab zu einer cremigen Suppe.
  9. Anschließend alles mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.
  10. Mein Serviervorschlag: Etwas Petersilie und eine Prise Dukkah auf der Suppe verteilen und den Serranoschinken darauflegen.

Das Rezept gibts hier als Download