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Restaurant Schlossgarten – Wie Urlaub für die Zunge

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{Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung} Seit mehr als vier Jahrzehnten steht das „Restaurant Schlossgarten“ in Saarbrücken für gehobene Küche und exzellenten Geschmack. Claudia und Ernst Halbritter verwandeln einen Besuch in ihrem Haus in ein kulinarisches Genusserlebnis.

Ich gebe zu: Vor meinem ersten Besuch im „Restaurant Schlossgarten“ bin ich etwas aufgeregt. Schon etliche Male bin ich daran vorbeigelaufen, aber gegessen habe ich hier bisher nie. Warum eigentlich? Irgendetwas hat mir immer gesagt: „Kathi, der Schlossgarten ist ’ne Nummer zu schick für dich.“ Und was soll ich sagen – nachdem wir mit einem „Herzlich Willkommen im Restaurant Schlossgarten“ von der Inhaberin Claudia Halbritter begrüßt wurden, sind alle Vorurteile wie weggeblasen. Ich fühle mich direkt wohl im Alt-Saarbrücker Stengelhaus.

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Anstoßen durften wir mit dem Hausaperitif – einen Brut de Charny aus dem Burgund mit einem Hauch Campari.

Kaum haben wir Platz genommen, serviert uns die Chefin bereits einen leckeren Hausaperitif – einen Brut de Charny aus dem Burgund mit einem Hauch Campari. Erfrischend perlig und gar nicht bitter – genau die perfekte Menge Campari für meinen Geschmack. Beim Anstoßen fällt meiner Begleitung und mir die Bilderwand hinter uns auf. Hier hängen Drucke berühmter Künstler, etwa von Pablo Picasso. Was mir als bekennendes Blumenmädchen sofort positiv ins Auge fällt, sind die schönen Tischgestecke mit frischen Blumen. Das bringt einfach eine lebendige Atmosphäre in jeden Gastraum.

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Noch bevor wir unseren Aperitif ausgetrunken haben, erreicht uns ein Gruß aus der Küche: Blutwurst im Blätterteig mit Gurkensalat und Sauerampfer. Wirklich ein sehr guter Kontrast, denn der luftige Blätterteig in Kombination mit dem Gurkensalat nimmt der würzigen Blutwurst die Schwere.

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Gruß aus der Küche: Blutwurst im Blätterteig mit Gurkensalat und Sauerampfer.

Claudia Halbritter und ihr Mann Ernst führen das Restaurant bereits seit 41 Jahren mit Erfolg. Mit 20 Jahren, erzählt die gelernte Hotelfachfrau, sei sie bei der Eröffnung die damals jüngste Wirtin im Saarland gewesen. Seitdem sind die beiden Hobby-Pilzsammler bis heute mit Freude dabei. Die Halbritters sammeln nicht nur Pilze für sich, sondern begrüßen ihre Gäste auch gerne zum Mittagstisch mit selbst gesammelten Hallimasch, und dazu gibt’s dann beispielsweise Spaghetti. Oder Parasol, einen Riesenschirmpilz, der paniert wird wie ein Schnitzel – mit einer guten Portion Kartoffelsalat dazu.

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Claudia Halbritter, die gute Seele des Schlossgartens.

Wer die Liebe zu Pilzen mit den Inhabern nicht teilen kann, wird an anderen Tagen mit klassischen Gerichten wie Rinderroulade oder Leberknödel mit Specksoße überrascht. Die Preise für den Mittagstisch fangen bei 18,50 Euro an, variieren aber je nach Gericht. Da sich im „Schlossgarten“ auch viele Geschäftsleute der umliegenden Firmen treffen, findet man hier auch ein Business-Menü für etwa 45 Euro.
Laufkundschaft gibt es im „Schlossgarten“ eher selten, deshalb erfreut sich das fünfköpfige Team über den wachsenden Tourismus in Saarbrücken. Viele Touristen besichtigen beispielsweise das Saarbrücker Schloss – und das macht hungrig. Für solche Reisebus-Gesellschaften stellen die Halbritters immer eine spezielle Karte zusammen, denn ab 20 Personen kann man den Gastraum exklusiv auch außerhalb der Öffnungszeiten anmieten. Claudia Halbritter geht darin auf, wie sie betont: „Das macht mir große Freude, denn die Gesellschaftsgäste kommen immer alle gut gelaunt und freuen sich auf ein leckeres Essen. Das gefällt mir ungemein.“

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Natürlich wird auch an Feiertagen im „Schlossgarten“ der Kochlöffel geschwungen. Ernst Halbritter zaubert in der Küche ein Festtagsmenü, und seine Frau sorgt im Gastraum für das Wohl und die Unterhaltung der Gäste. Zu Weihnachten stimmt sie immer ein passendes Lied an und bekommt es hin, dass sogar der letzte sich davor sträubende Gast mitsingt. An Ostern hat die 61-Jährige für ihre Gäste auch schon einmal Ostereier im Garten des Saarbrücker Schlosses versteckt.

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Bretonischer Hummer mit Melonenkügelchen, Buttermilch und Lachs. Dazu wilde Kräuter, eingewickelt in einem Rettichblatt auf Linsen.

Aber zurück zum Essen. Ich freue mich auf meine Vorspeise, denn dieser Abend wird für mich wirklich eine kulinarische Herausforderung. Ich muss zugeben, dass ich bisher nicht die experimentierfreudigste Foodbloggerin war, aber mit diesem neuen Abenteuer stelle ich mich auch neuen Aufgaben. Und eine davon wird sein, jedes Mal etwas für mich Neues zu probieren. Eigentlich wäre dies nach der Blutwurst schon abgehakt, aber nun liegt auf meinem Teller ein hübsch angerichteter bretonischer Hummer mit Melonenkügelchen, Buttermilch und Lachs. Dazu wilde Kräuter, eingewickelt in einem Rettichblatt auf Linsen. Die kleine pinke, essbare Blume darin gefällt mir besonders gut.
Die Zubereitung von Hummer hat mich bisher immer davon abgehalten, ihn mal zu probieren. Aber jetzt, wo er vor mir steht, lasse ich mich darauf ein. Der erste Bissen zusammen mit einem der Melonenkügelchen – und ich bin wirklich angenehm überrascht vom Geschmack und nehme mir direkt die nächste Gabel. Auch die Linsen, versteckt unter den Kräutern, sind nicht zu verachten. Die perfekte Abrundung. Diese Vorspeise gibt’s hier für 23 Euro.

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Hausgemachtes Paté nach Försterin Art mit Gänsestopfleber, Rehfiletkern, Pistazien und Morcheln, dazu Cumberlandsoße und Rotkraut-Apfelsalat.

Anschließend wartet die größte Challenge des Abends: Ich probiere die Vorspeise meiner Begleitung – eine hausgemachte Paté nach Försterin Art mit Gänsestopfleber, Rehfiletkern, Pistazien und Morcheln, dazu Cumberlandsoße – eine pikant-süße Soße aus schwarzen Johannisbeeren – und Rotkraut-Apfelsalat. Mein Überwindungsfaktor: riesig! Alles, was ich hiervon vorab jemals gegessen habe, ist – haltet Euch fest – Apfel!

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Zu den Vorspeisen gab es einen säurearmen Grauburgunder aus dem Markgräflerland.

Eine Foodbloggerin muss tapfer sein. Wie sonst könnte ich einen vernünftigen Test schreiben? Also probiere ich mutig einen Bissen. Und noch einen und sogar einen dritten – und bin begeistert. Der Geschmack ist wirklich überzeugend. Zu unseren Vorspeisen genießen wir übrigens einen säurearmen Grauburgunder aus dem Markgräflerland.

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Nachdem die Vorspeise abgeräumt ist, nehmen wir auf den hübschen, bunten Sesseln vor der Theke Platz. Ernst Halbritter, Inhaber und Koch des „Restaurant Schlossgarten”, erzählt uns, dass er und seine Frau diese Schmuckstücke durch Zufall in einer Trödelhalle gefunden haben. „Die sahen so schrecklich kaputt aus, dass sie außer uns niemand haben wollte“, ruft Claudia Halbritter  von hinter der Theke. Den beiden Rohdiamanten fehlte lediglich der richtige Schliff. Und so kann ich heute unbeschwert auf einem mit grünem Leder bezogenen Sessel hin- und herschwingen, denn ich habe auf dem Schaukelstuhl Platz genommen.

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Ernst Halbritter kümmert sich um die knurrenden Mägen seiner Gäste.

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Zwischengang: asiatisch angehauchte Jakobsmuscheln, roh mariniert als Tatar und Carpaccio mit Hibiskussalz, Sesam, Wasabi und Langustini, dazu Apfel-Wasabi-Sorbet.

Kaum ist Ernst Halbritter, der die Küche zusammen mit seiner Küchengehilfin alleine schmeißt, wieder in sein Territorium entschwunden, hören wir auch schon kurz darauf das nächste „Bing“ aus der Küche, und Claudia Halbritter serviert uns einen Zwischengang: asiatisch angehauchte Jakobsmuscheln, roh mariniert als Tatar und Carpaccio mit Hibiskussalz, Sesam, Wasabi und Langustini, dazu Apfel-Wasabi-Sorbet. Schnell noch ein Foto gemacht, da höre ich meine Begleitung auch schon schwärmen „Kathi, das ist wie Urlaub auf der Zunge“, während sie die Languste probiert. Auch ich bin verblüfft von der Geschmacksvielfalt. Wer sich selbst einmal den Urlaub für die Geschmacksknospen gönnen möchte, ist mit 22 Euro dabei.

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Das Pfefferminzsorbet wird von Ernst Halbritter immer „frei Schnauze“ zubereitet.

Im „Restaurant Schlossgarten“ wird großer Wert auf die Qualität der Zutaten gelegt. So wird beim Pilzesammeln an den beiden Ruhetagen in der Woche auch gerne mal Holunder gepflückt, um daraus ein herrliches Sorbet für die Gäste zu zaubern. Vor mir steht nun eine Kugel des mintfarbenen Pfefferminzsorbets in einem kleinen Kristallglas. Ernst Halbritter verrät, dass er für das Sorbet immer frische Minze verwendet und dann „frei Schnauze“ alle Zutaten miteinander vermengt. „Deshalb schmeckt das Sorbet auch jedes Mal ein bisschen anders.“ Diesmal, sagt er, schmecke es nicht ganz so wie er es sich vorgestellt hat. Uns jedoch schmeckt’s!
Übrigens: Im „Schlossgarten“ kann man nicht nur schlemmen, sondern auch einmal im Monat am Kasematten-Dinner teilnehmen und sich auf eine abenteuerliche Zeitreise ins 16. Jahrhundert begeben. Hierbei wartet in den zweigeschossigen Kasematten des Saarbrücker Schloss ein kurzweiliges, freches und humorvolles Schauspiel auf die Teilnehmer. Und im Anschluss wird hier im Restaurant ein fürstliches Vier-Gänge-Menü aufgetischt.

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Unser Hauptgang: Lammrücken auf Linsen mit Gemüse an knallgrünem Erbsenpüree und eine Ofenkartoffel mit Kräuterschmand.

Meine Begleitung und ich begnügen uns derweil erst einmal mit unserem Hauptgang. Es gibt Lammrücken auf Linsen mit Gemüse an knallgrünem Erbsenpüree und eine Ofenkartoffel mit Kräuterschmand. Das Fleisch ist rosa und butterzart – ein gelungener Hauptgang für 34 Euro. Dazu serviert uns Claudia Halbritter einen milden, fruchtig duftenden Spätburgunder.
Bei langsam dämmerndem Licht verrät sie uns, dass es bald neben dem Kasematten-Dinner noch ein weiteres Event – einen Kräuterspaziergang – geben wird. Dabei lässt sie ihre Teilnehmer etwa Kräuter blind – also nur anhand von Struktur und Geruch – erraten, und die Kräuterecke von Hieronymus Bock, einem deutschen Botaniker aus dem 16. Jahrhundert, im Saarbrücker Schloss wird besichtigt. Natürlich – wie sollte es auch anders sein – wartet im Anschluss an den lehrreichen Teil der Tour der kulinarische: ein Drei-Gänge-Kräuter-Menü.

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Unser Nachtisch: Aprikosen-Joghurtcreme mit Orangen-Eis.

Als krönenden Abschluss unseres kulinarischen Verwöhnprogramms darf natürlich mein Lieblingsteil eines jeden Menüs nicht fehlen – das Dessert. Gespannt fiebere ich dem kleinen Stück Trüffeltorte aus Valrhona-Schokolade entgegen, zu dem es ein Sauerrahm-Rhabarber-Eis auf Rhabarber und einen mit Joghurtcreme gefüllten Windbeutel gibt. Mein Favorit: die Trüffeltorte. Für jeden Schokoholic ein absolutes Muss. Wobei ich ehrlich gesagt auf das Dessert meiner Begleitung durchaus auch etwas neidisch bin: Aprikosen-Joghurtcreme mit Orangen-Eis. Die Schokoladensoße dazu ist einfach ein Traum.

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Für uns endet damit ein wirklich gelungener Abend. Es war bestimmt nicht unser letzter im „Schlossgarten“. Die mit so viel Liebe angerichteten Speisen, die gemütliche Atmosphäre und der leckere Wein lassen einfach keinerlei Wünsche offen.

 

Restaurant Schlossgarten
Spichererbergstraße 11
66119 Saarbrücken
Telefon 0681-51985
kontakt@restaurant-schlossgarten-saarbruecken.de
www.restaurant-schlossgarten-saarbruecken.de
Öffnungszeiten:
Di. bis Fr. 12 bis 14.30 Uhr
und 18.30 bis 22 Uhr,
Sa. 18.30 bis 22 Uhr
So. und Mo. Ruhetag

Die Printversion gibts in FORUM-Ausgabe 49/2018 – und auf der FORUM-Website.

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Plaza Culinaria Freiburg – 1. Bloggerevent #plazabloggt18

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{Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung} Mein erster Besuch auf der Plaza Culinaria – und ich bin geflasht. All die Eindrücke, die tollen Aussteller und die unzähligen leckeren Produkte. Der Besuch der Genussmesse hat sich wirklich mehr als gelohnt. Mit vollgepackten Tüten und vielen neuen Ideen bin ich wieder zurück im Saarland. Und eins kann ich schon vorwegnehmen: Plaza Culinaria, ich komme wieder! Weiterlesen

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Landschloss Fasanerie – Barocke Romantik

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{Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung} Einst erhielt ein Polenkönig im 18. Jahrhundert hier Asyl, heute schlafen die Gäste im idyllisch gelegenen „Land­schloss Fasanerie Zwei­brücken“ in komfortablen Zimmern, genießen exzellentes Essen in einem der Restaurants oder nutzen das schöne Ambiente für private Feiern. Brautpaare können ein Rundum-sorglos-Paket buchen. Weiterlesen

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Oh!lio – Pizza mal anders

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{Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung}  Mit einem leckeren Ramazotti Rosé Spritz und einer Moscato Schorle lässt sich die kurze Wartezeit bis zur Vorspeise, auf der großen Außenterrasse – die auch im Winter genutzt werden kann – wirklich aushalten. „Und hier haben wir unsere sogenannte Wäscheleine für Euch!“, sagt Mario Dante, der Restaurantleiter des Oh!lio’s, als er uns eine der beiden Vorspeisen serviert. Was auf der Speisekarte als stinknormaler „Antipasti-Teller“ beschrieben wird, ist hier im „Oh!lio“ direkt am Homburger Marktplatz wirklich ein optisches Highlight. Auf einer länglichen Platte in Holzoptik werden hier Caprese, Bohnensalat, Vitello Tonnato, Oliven und gefüllte Pilze aufgetischt. Darüber hängend leckere Parmaschinkenscheiben. Den für zwei Personen perfekten Menüstarter zum Teilen gibt’s für 19,50 Euro. Weiterlesen

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