Unterwegs

Hotel Peters – Entspannung vor der Haustür

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{Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung} Das „Hotel Peters“ in Jägers­burg bietet Kurz­urlaub für Daheim­gebliebene. Wir haben das „Day Spa Exclusiv-Paket“ mit Wellness und Drei-Gang-Menü getestet.

Endlich mal wieder eine richtig leckere Waffel“, schwärmt mein Freund voller Vorfreude vom Dessert. Und ich freue mich mindestens genauso sehr auf unseren Nachtisch, denn es geht nichts über eine gute Waffel. Zu Hause bin ich meist viel zu faul, das Eisen anzuschmeißen. Für eine Foodbloggerin wirklich beschämend, ich weiß. Aber nach jeder Waffelfreude steht eben auch immer das lästige Säubern des Waffeleisens an. Und mal ehrlich: Wer macht das schon gerne? Ich definitiv nicht. Wie auch immer. Der Waffelnachtisch ist der krönende Abschluss unseres entspannten Day Spas im „Hotel Peters“ in Jägersburg.

Rückblick: Ausgeschlafen und nach dem Frühstück angenehm gesättigt, machen wir uns auf den Weg zu unserem Wellnesstag ins Naherholungsgebiet nur unweit von Homburg. Wir haben einen regnerischen Tag erwischt, was mich freut, denn nichts ist gemütlicher, als einen Tag im Warmen zu verbringen und dabei dem Regen draußen zuzuhören.

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In Jägersburg angekommen, packen wir unsere Taschen in die Spinde, die es extra für Day-Spa-Gäste in der gemischten Umkleide gibt. In unsere mitgebrachten Bademäntel gehüllt, betreten wir gespannt das Spa. Vorbei an den Duschen stehen wir auch schon direkt vor den beiden Saunen – eine finnische Sauna mit 90 Grad und ein Saunarium mit 60 Grad. Die perfekte Wohlfühltemperatur für eine Sauna-Anfängerin wie mich. Für den vielleicht fünften Saunagang meines Lebens darf es definitiv nicht heißer sein.

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Während den Saunagängen kann man mit einem Glas Wasser entspannen.

Nachdem ich stolze 15 Minuten mit Ausblick auf den Brückweiher – direkt vor dem Hotel – geschwitzt habe, geht’s zuerst einmal zum Abkühlen an die frische Luft auf die Dachterrasse. Kalt abgeduscht und mit einem Buch bewaffnet, ergattern wir danach zwei Liegen im Ruheraum, der mit nur acht Liegen für meinen Geschmack allerdings ein wenig knapp bemessen ist. Insbesondere zu Stoßzeiten. Bevor ich es mir dennoch zu gemütlich mache, hole ich mir aber noch ein Glas Wasser. Zwischen drei Sorten darf man in unbegrenzter Menge den Tag über wählen: Wasser verfeinert mit Zitronen- und Limettenscheiben, Edelsteinwasser „Vitalität“ oder Trinkbrunnenwasser. Ich entscheide mich für meine liebste Version, die ich auch gerne immer zu Hause trinke –
die mit Zitrusnote.

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Beim Entspannen auf den Ruheliegen, kann man den Ausblick genießen.

Die Liegen im Ruheraum stehen direkt vor einer großen Fensterfront, sodass ich eingemummelt in eine der dort bereitliegenden Wolldecken den Bäumen zuschauen kann, wie sie vom Wind hin und her gewiegt werden. Ziemlich entspannend. Nachdem ich mit meinem Buch ungewöhnlich gut vorangekommen bin, wartet noch eine 20-minütige Massage auf mich. Die ist in unserem „Day Spa Exclusiv-Paket“ inklusive.

Vorab habe ich bereits viel Gutes über die Massagen hier im Haus gehört. Glücklicherweise kann man auch hierherkommen, um sich „nur“ massieren zu lassen. Denny Stephan, einer der beiden Masseure im „Hotel Peters“, lockt mit seiner Fingerfertigkeit jedenfalls viele Nicht-Hotelgäste und Day-Spa-Gäste an. Entsprechend entspannt ist mein Freund nach der Massage – und begeistert. „So eine gute Massage habe ich noch nie gehabt“, sagt er. Und auch ich fühle mich nach meiner Massage bei Tanja Agemar, die neben Massagen auch Kosmetikbehandlungen anbietet, total relaxt und könnte jetzt ein kleines Nickerchen vertragen.

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Denny Stephan knetet die Gäste ordentlich durch.

Unsere Liegen im Ruheraum sind mittlerweile zwar anderweitig besetzt, aber dafür gibt es noch ein paar freie Plätze zum Nachruhen in der Kaminlounge. Denny Stephan legte uns nach der Massage ans Herz, zuerst einmal ein Glas Wasser zu trinken und noch ein paar Minuten zu ruhen, damit die Massage ihre volle Wirkung entfalten könne. Die Kaminlounge bildet das Zentrum des Spas. Hier lodert ein kleines Feuer in der Mitte, und drumherum kann man Platz nehmen. Sogar ein Bücherregal gibt es hier, falls man sein eigenes Buch zu Hause vergessen hat. Eigentlich wollte ich zum Wellness-Abschluss ja noch einmal ins Saunarium. Wenn da nur nicht der beheizte Outdoor-Pool wäre. Trotz des Regens entscheiden wir uns spontan um und hüpfen in den Pool, um ein paar Bahnen zu ziehen.

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Zur Einstimmung gibt’s einen Hugo und einen Lillet Wildberry.

Frisch geduscht und hungrig machen wir uns anschließend auf den Weg ins Restaurant. Als Aperitif gibt es einen Lillet Wildberry und für mich ganz klassisch einen Hugo. Beide sind richtig lecker und vor allem erfrischend. Beide Getränke auf der großen Terrasse direkt am See schlürfen zu können – das wäre wirklich ein Traum. Definitiv ein Grund, nochmal bei schönem Wetter herzukommen und die Aussicht und die ruhige Lage zu genießen.

Dort, wo heute das „Hotel Peters“ steht, befand sich früher ein Bootshaus. Hier war Hotelchef Peter Trösch als Kind schon Stammkunde, um sich Süßigkeiten zu ordern. Nachdem das Bootshaus in die Jahre gekommen war, wurde das Grundstück vor sechs Jahren von der Stadt Homburg ausgeschrieben, und Trösch ergriff die Chance, den Erinnerungen seiner Kindheit neuen Glanz zu verleihen. Als langjähriger Gastronom hatte er schon immer den Traum, ein eigenes Hotel zu betreiben. Im vergangenen Jahr war es schließlich so weit.

Zwischen Gästen, die aus einem Umkreis von etwa 300 Kilometern hierher anreisen, finden sich auch immer viele Saarländer, die ihre Freizeit gern in der Randregion des Biosphärenreservats verbringen. Auch ich war vorab schon mit einer Freundin hier zum Abendessen, die sich noch am selben Abend für ein Wellness-Wochenende eingebucht hat.

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Das „Hotel Peters“ bietet sich übrigens auch für Hochzeitsfeiern an. Bis zu 80 Gäste finden hier Platz, und einen Bankettraum gibt es auch noch. Was ich besonders spannend finde ist, dass man am 24. März hier „Probehochzeit“ feiern kann. Ab 16 Uhr können sich Heiratswillige für 39 Euro durch ein Hochzeitsbüfett futtern und die dazu passenden Getränke testen, um die richtige Wahl für ihre individuell gestaltete Hochzeit treffen zu können. Natürlich sind auch Ansprechpartner zur Stelle, die hilfreich Auskunft geben können. Vielleicht hat das ein oder andere künftige Brautpaar sogar Glück: Das „Hotel Peters“ verlost auf seiner Facebook-Seite bis zum Tag der „Probehochzeit“ zweimal einen 500-Euro-Gutschein für eine Hochzeit, die im Hotel gefeiert wird.

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Als Vorspeise gibt es Waldpilz-Maronen-Crèmesuppe mit knusprigen Kartoffelchips.

Aber zurück zum Essen. Zu unserem Aperitif schnabulieren wir leckere Oliven. Kurz darauf kommt auch schon unsere Vorspeise: Waldpilz-Maronen-Crèmesuppe mit knusprigen Kartoffelchips. Der beste Start in ein Drei-Gang-Menü, den man sich an einem solch verregneten Tag nur wünschen kann. Zudem fühlt man sich im Restaurant durch die natürlichen Farben der Einrichtung total wohl und aufgehoben.

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Die Stehlampe aus massivem Holz ist ein Hingucker.

Mein Einrichtungs-Highlight ist eine Stehlampe, deren Fuß aus einem massiven Holzstamm gefertigt ist. Die Gesamtkomposition wirkt aber keinesfalls ländlich oder urig, sondern viel mehr modern und mit ganz viel Wohlfühlcharakter. Beim Hauptgang entscheide ich mich für die vegetarische Variante des Menüs, und entsprechend serviert mir Küchenchef Turgut Tünay Ravioli mit Ricotta-Feigen-Füllung in Salbeibutter. Die Süße der Feigen harmoniert perfekt mit dem intensiven und würzigen Geschmack der Salbeibutter. Dazu trinke ich einen trockenen Grauburgunder vom Weingut Schmidt an der Nahe. Natürlich kann ich meine Finger nicht vom Teller meines Freundes lassen: Rehschnitzel an Pfefferrahmsauce mit Brokkoligemüse und Butterspätzle klingt einfach zu verlockend. Knusprig und superlecker – ein tolles Verhältnis aus Fleisch und Panade. Dazu gibt’s einen sizilianischen Primitivo.

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Ravioli mit Ricotta-Feigen-Füllung in Salbeibutter.

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Rehschnitzel an Pfefferrahmsauce mit Brokkoligemüse und Butterspätzle.

Wer mal einen Tag abschalten und nicht so weit fahren möchte, dem kann ich das „Hotel Peters“ empfehlen. Gut gefallen hat mir, dass großen Wert auf Regionalität gelegt wird. Auf der Karte findet sich etwa neben typisch saarländischen Hoorischen auch ein gebratener Lyonerring. So kann man auch als Nicht-Saarländer einen Einblick in die saarländische Küche bekommen. Und das Preis-Leistungs-Werhältnis ist wirklich fair. Für einen Tag im „Hotel Peters“ mit dem „Day Spa Exclusiv-Paket“ inklusive Massage und Drei-Gang-Menü für 78 Euro pro Person kann man nicht viel verkehrt machen. Erholung und Entspannung garantiert.

 

Hotel Peters
Kleinottweilerstraße 112
66424 Homburg-Jägersburg
info@peters-jaegersburg.de
www. peters-jaegersburg.de

 

Die Printversion gibts in FORUM-Ausgabe 12/2019 – und auf der FORUM-Website.