Unterwegs

Pfalzblick – Verwöhn-Wochenende im Pfälzerwald

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{Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung} Das Hotel „Pfalzblick Wald Spa Resort“ in Dahn bietet sowohl für Weinliebhaber als auch für Wellness- und Wanderfreunde einiges.

Da steht sie vor mir, die erste Käseplatte meines Lebens. Ich bin stolz auf mich und probiere fast alle Sorten des besten Käse-Affineurs Frankreichs – Bernard Antony. „Affineur“ bedeutet, dass Antony­ Käserohlinge der besten Käsereien in Frankreich verfeinert und sie so zu einer richtigen Besonderheit macht, indem er sie zum Beispiel in einen Aschemantel einbettet. Seine Kunden sucht sich Bernard Antony selbst aus, wie uns Sascha Frins, Restaurantleiter des „Pfalzblick“, erzählt. Seine Käsesorten sind so beliebt, dass die kleine Manufaktur dem Ansturm gar nicht gerecht werden könnte. Daher sucht er mit Bedacht aus, wer in den Genuss seiner Prachtstücke kommen darf. Das nächstgelegene Hotel, in dem man auf den Geschmack kommen kann, ist übrigens die „Traube Tonbach“ in Baiersbronn im Schwarzwald. Ich bin jedenfalls extrem begeistert, dass ich direkt beim ersten Käseversuch mit solch einer Qualität in Berührung kommen darf. Sascha Frins empfiehlt, dass wir uns von links nach rechts durch die Käsesorten probieren sollen. Vom milden Kuhkäse, über zwei Blauschimmelkäsesorten, einem Münsterkäse bis hin zu einem Ziegenkäse. Dazu gibt es weißes und rotes Weingelee, süßen Feigensenf und selbstverständlich viele Trauben.

Pfalzblick2Aber zurück auf Anfang. Unser Wochenendtrip ins Dahner Felsenland beginnt an einem sonnigen Freitagmittag. Nicht weit von der bekannten Schuhmeile Hauenstein entfernt finden wir uns auf einer Anhöhe und direkt vor unserer Location für das bevorstehende Wochenende wieder. Schon als wir aus dem Auto aussteigen, wird klar, dass dieser Ort perfekt ist, um die Seele baumeln zu lassen. Umgeben von Ruhe und ganz viel Grün, haben wir es geschafft, innerhalb einer Autostunde dem Alltagstrubel zu entkommen. Über das Gelände des familiengeführten Hotels führen sogar einige Premiumwanderwege. Nachdem wir sehr freundlich an der Rezeption empfangen worden sind, dürfen wir unser Doppelzimmer namens „Drachenfels“ im neuen Anbau des Hotels beziehen. Ich bin begeistert von den 42 Quadratmetern, die wir nur für uns haben. Ausgestattet mit einem begehbaren Kleiderschrank, einer mit Wasser und Apfelschorle befüllten Minibar, zwei Waschbecken, einer Badewanne und einer Dusche. Gut zu wissen: Der Inhalt der Minibar ist im Zimmerpreis inkludiert. Jeder, der seinen Aufenthalt im Hotel „Pfalzblick“ bucht, darf automatisch das „Pausen-Paket“ nutzen. Das heißt, man darf sich den ganzen Tag über am Büfett bedienen. Beim Frühstück, einen Salat am Mittag, Kaffee, Kuchen und herzhafte Snacks am Nachmittag und natürlich beim Abendessen. Aber auch in der neuen Spa-Lounge „Pausenraum“. Hier gibt es verschiedene Säfte, Kaffee und Snacks für zwischendurch. Nicht nur kulinarisch hat das „Pausen-Paket“ einiges zu bieten, sondern auch der Wohlfühlfaktor wird berücksichtigt. Der Aufenthalt im gesamten Spa-Bereich, eine wöchentliche Weinverkostung, das Sportprogramm wie Yoga, Rückengymnastik oder Aquafitness-Kurse sind mit im Preis enthalten.

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Das Doppel­zimmer „Drachen­fels“ ist eines der neuen Zimmer des Hotels.

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Auch an den geführten Wanderungen, die vom Hotel aus starten, darf man ohne Aufpreis teilnehmen. Dieses Angebot lassen wir uns natürlich nicht entgehen und wandern mit Sonja, der Wanderführerin, zur Burgengruppe Altdahn, Grafendahn und Tanstein. Hierfür sollte man auf jeden Fall festes Schuhwerk mit im Gepäck haben, denn vorbei an beeindruckenden Kulissen des Dahner Felsenlandes geht es zwei Stunden lang ganz schön bergauf und -ab. Nachdem wir uns bei der Wanderung gut aufgewärmt haben, geht es für uns weiter zu einer Yogastunde, die ebenfalls von Sonja geleitet wird.

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Die Burgruinen Grafendahn und Altdahn.

Frisch geduscht und in unsere Bademäntel gepackt, machen wir uns auf zum neu angelegten Naturbadeteich. Trotz ausgebuchtem Hotel bekommen wir einen schönen Platz auf einer der Doppelliegen mit Sonnenschutz rund um den Badeteich, der erst Anfang Juni offiziell im Rahmen einer großen Eröffnungsfeier eingeweiht wurde. Mittelpunkt des Badeteichs ist das neue Saunahaus mit drei Saunen und zwei Ruheräumen. Von hier kann man direkt nach jedem Saunagang direkt ins kühle Nass springen oder sich in der finnischen Panorama-Sauna an dem Ausblick durch die große Glasfront auf den Badeteich und die Natur rundherum erfreuen.

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Die Ruheräume im Sauna­be­reich sind stilvoll eingerichtet.

Hier kann man es sich einfach gut gehen lassen und die Ruhe genießen. Einen kleinen Mittagsschlaf auf unserer gemütlichen Liege lassen wir uns nicht nehmen. Um wieder wach zu werden, kühlen wir anschließend unsere Füße im Badeteich ab. Währenddessen beobachten wir Marion und Dr. Manfred Maus, die zusammen mit ihrer Tochter Isabel das Hotel leiten, wie sie sich liebevoll um die neue Bepflanzung kümmern. Natürlich ganz unauffällig, sodass sich keiner der Gäste gestört fühlt.

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Pfalzblick12Die beiden sind wirklich sehr bemüht um das Wohlergehen ihrer Gäste, denn auch beim Frühstück oder Abendessen wird man immer freundlich von ihnen begrüßt und willkommen geheißen. Das Hotel besser kennenlernen und mehr über die Gegend erfahren kann man auch beim Begrüßungsumtrunk in der Vinothek, zu dem die beiden täglich die neu angereisten Gäste einladen. In der Vinothek kann man die im Hotel angebotenen Weine auch alle zum Hofpreis mit nach Hause nehmen.

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Der neue Restaurantbereich „Wieslauter­stube“.

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Ein Blick ins Spa-Bistro.

1987 wurde das „Pfalzblick“ eröffnet und ist seither in fester Hand der Familie Maus. Manfred Maus war damals zur Eröffnung 31 Jahre jung und seine Frau Marion erst 28. Mit zwei kleinen Töchtern im Gepäck zog es die Familie zurück in die Heimat des Betriebswirtes. Marion Maus stammt ursprünglich aus dem Westerwald und wurde als Tochter von Café-Besitzern geboren. Zu dem Café ihrer Eltern kam damals noch eine Pension mit 34 Betten hinzu. Die Kombination aus promoviertem Betriebswirt und gelernter Hotelfachfrau mit Erfahrung aus dem Elternhaus konnte also nur zu einem vollen Erfolg führen. Der zeigte sich während der aktuellen Bauarbeiten für die 16 neuen Zimmer, das neue Restaurant „Wieslauterstube“ mit 70 Sitzplätzen, der Saunainsel, dem Naturbadeteich und der neuen Spa-Lounge. 14 Monate dauerte das Ganze, in dieser Zeit konnte der Umsatz sogar noch gesteigert werden. „Wir haben viele Stammgäste, die auch während der Umbauarbeiten immer wieder vorbeikamen, um den Fortschritt zu begutachten“, erzählt uns Manfred Maus. Und der Umbau hat sich gelohnt, wie ich finde. Die neuen Bereiche sind sehr modern, geschmackvoll und vor allem gemütlich eingerichtet.

Pfalzblick10Apropos modern: Jedes der insgesamt 80 Zimmer verfügt über ein sogenanntes Suite-Pad. Damit ist man immer auf dem neuesten Stand über zum Beispiel Ausflugstipps oder das Menü für den Abend. Aber auch Spa-Behandlungen können hierüber angefragt werden.

Pfalzblick11Und was ich besonders schön finde: Zum Menü kann man auch direkt die passenden Weinempfehlungen einsehen. Die Weine gibt es hier weitgehend aus der Region. Das Hotel ist nur 15 Kilometer von der südlichen Weinstraße entfernt. Ich freue mich riesig auf das Abendessen, denn zu unserem Menü wartet auch eine Weinbegleitung auf uns. Den Abend verbringen wir in der „Wieslauterstube“, einem der sechs verschiedenen Restaurantbereiche. Für die Weinempfehlungen ist Sascha Frins unser Mann. Sehr freundlich und zuvorkommend bedient werden wir auch von der Servicekraft Christoforos Ioannidis. Sobald ein Glas Wasser leer ist, ist er zur Stelle und füllt es mit einem Lächeln auf. Als Vorspeise gibt es eine Tomatensuppe vom Büfett für uns. Dazu trinken wir einen blumig duftenden Grauburgunder vom Weingut Friedrich Becker aus Schweigen. Meine Begleitung bekommt sogar glutenfreie Brötchen serviert. Wirklich sehr aufmerksam!
Als Hauptgang entscheiden wir uns ganz klassisch für ein Pfälzer Rumpsteak mit Kräuterbutter und Bratkartoffeln. Dazu empfiehlt uns Sascha Frins eine Cuvée aus Chardonnay und Weißburgunder vom Weingut Knipser. Für diese Cuvée stehen die beiden Rebsorten bereits im Weinberg zusammen. Diese harmonieren wirklich gut miteinander. Die Fülle des Weißburgunders ergänzt die typische Würze des Chardonnays perfekt.

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Unser Hauptgang: Pfälzer Rumpsteak mit Kräuterbutter und Bratkartoffeln.

Pfalzblick14Im Anschluss genießen wir die zu Beginn angesprochene Käseplatte. Dazu trinkt meine Begleitung einen 2017er Muskateller vom Weingut Friedrich Becker und für mich gibt es die etwas süßere Variante: einen 2017er Riesling-Kabinett vom Weingut Schwedhelm aus dem Zellertal. Für gewöhnlich bin ich nicht der allergrößte Fan süßer Weine, aber dieser hier ist wirklich super passend zum Käse und hat sogar noch eine leichte Säure.

Pfalzblick15Nach diesem kulinarisch ausgefüllten Abend geht’s für uns ins Bett. Und insgeheim freue ich mich natürlich schon wieder aufs Frühstücksbüfett. Dort finden sich nämlich neben vielen leckeren Marmeladensorten frisch zubereitete Eierspeisen und Croissants sowie zwei Käsesorten von Bernard Antony. Auch laktose- und glutenfreie Produkte kommen hier nicht zu kurz. Neben dem frisch gepressten Orangensaft gibt es sogar noch frisch aufgeschnittene Zitronenscheiben, um sich eine heiße Zitrone zubereiten zu können. Für mich wird jedoch ein kleiner Frühstückstraum wahr, denn auf meinem Teller landen Pancakes. Dazu Nutella und Kokoschips, und ich bin glücklich.

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Pfalzblick17Alles in allem war es ein gelungenes Wochenende in der Südwestpfalz. Neben bodenständiger, pfälzer Küche kann man hier noch einiges über Wein lernen, die Seele baumeln lassen und sich einfach verwöhnen lassen. Das Ambiente des Hotels schwankt zwischen supermodern und etwas altmodisch. Aber das wird mit der Zeit alles noch dem Stil des Neubaus angepasst, wie die Hotelleitung versichert. Das superfreundliche Personal und das ganze Drumherum machen dieses Manko definitiv wieder wett. Wer also bereit für einen Kurzurlaub im benachbarten Bundesland ist, dem kann ich das Hotel „Pfalzblick“ nur empfehlen!

Pfalzblick Wald Spa Resort
Goethestraße 1
66994 Dahn
Telefon 06391-4040
info@pfalzblick.de
www.pfalzblick.de

 

Die Printversion gibts in FORUM-Ausgabe 32/2019 – und auf der FORUM-Website.