Unterwegs

Forsthaus Neuhaus – Mitten im Grünen

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{Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung} Das Forsthaus Neuhaus im Urwald vor den Toren der Stadt ist nicht nur ein beliebtes Ziel für Wanderer, sondern auch für unzählige Brautpaare. Das gemütliche Ambiente lädt im Sommer wie Winter zum Verweilen ein.

Einen der letzten sonnigen Abende in diesem Jahr verbringen mein Vater, auch „Papa Köstlich“ genannt, und ich im Urwald vor den Toren der Stadt. Genauer gesagt  im Restaurant „Forsthaus Neuhaus“. Ein Landgasthof mitten im Grünen. Wir nehmen Platz auf der Terrasse und genießen die ruhige Atmos­phäre bei einem Aperitif, den uns Robin Schäfer – einer der drei Geschäftsführer – empfiehlt. Der „French 75“ erfrischt uns mit Gin, Zuckersirup und Zitronensaft. Für gewöhnlich wird er mit Champagner aufgegossen, aber hier im „Forsthaus Neuhaus“ wird er mit Crémant serviert. Sehr lecker, wie ich finde. Da ich mich gerade nebenbei ins riesige Thema „Gin“ reinfuchsen möchte, interessiere ich mich natürlich dafür, welche Sorten hier auf die Gäste warten. „Bei uns gibt es die Klassiker wie Monkey 47 Dry Gin oder aber auch Tanqueray Gin“, klärt Schäfer mich auf.

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Neben meinem Interviewpartner gibt es noch seinen Vater Johannes Schäfer und Taoufik Bakrine, die zusammen mit ihm die Geschäfte führen. Bakrine ist auch als Küchenchef im „Forsthaus Neuhaus“ tätig. Stolz berichtet Schäfer: „Unser Küchenchef arbeitete zuvor auch schon in einem Hotel in Abu Dhabi.“ Und Schäfers Vater ist Getränkegroßhändler, mit ihm war er schon früh in der Gastroszene des Saarlandes unterwegs. Er ist davon überzeugt, dass niemand „Wahlgastronom“ ist, sondern dass man eher in diesen Berufszweig „reinschlittert“. So auch bei ihm: Nachdem er sein Studium abgebrochen hatte, führte er zuletzt mit seiner Schwester die Gaststätte „Gemmel“ in Saarbrücken. Also eine waschechte Gastronomie-Familie.

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Robin Schäfer hilft auch mal an der Theke aus.

Und da kann ich mitfühlen, denn auch ich bin als Kind des Öfteren im damaligen Restaurant meiner Eltern umhergeflitzt. Und während wir über unsere Kindheit sprechen, kommt auch schon ein Gruß aus der Küche – Melone mit Serrano-Schinken.

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Neben „Papa Köstlich“ und mir genießen auch viele andere Gäste heute ihr Essen auf der Terrasse, die für einen Mittwoch sehr gut besetzt ist. Robin Schäfer erzählt, dass man unter der Woche normalerweise problemlos einen Platz ergattern kann. Aber dennoch empfiehlt er, immer vorab zu reservieren. Vor allem für die kommende Wintersaison sind die Plätze im Restaurant mit 94 Sitzplätzen etwas limitierter. Vor allem an Sonntagen ist immer einiges los.

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Das weiß ich aus eigener Erfahrung. Auch ich war schon an vielen Sonntagen hier unterwegs, um die zahlreichen Wanderwege rund um das „Forsthaus Neuhaus“ zu erkunden, ob mit Freunden oder Familie. Und am Ende einer jeden Wanderung habe ich besonders viel Lust auf ein frischgezapftes Radler. Daher war ich mehr als glücklich über die Wiedereröffnung des Restaurants im Mai 2018. So kann man ganz bequem am Ende einer Wanderung bei einer Schlussrast im „Forsthaus Neuhaus“ ein Bier genießen. Natürlich lässt sich hier auch der Hunger stillen. Sonntags ist die Küche durchgehend von 10 bis 20 Uhr geöffnet und von dienstags bis samstags von 11 bis 15 Uhr und von 18 bis 22 Uhr. Nachmittags gibt’s selbstverständlich auch frisch gebackenen Kuchen zum Kaffee.

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Foto: Christian Hell / picturesfromhell

Wir haben uns übrigens einen der coolsten Tische auf der Terrasse ausgesucht – direkt unter einer fast 300 Jahre alten Ahornblättrigen Platane. Ihr Stamm ist mit einer Lichterkette geschmückt, was bei Dämmerung wirklich für ein gemütliches Draußen-Sitz-Gefühl sorgt. Genau wie im Gastraum. Neben sanften Grün- und Grautönen findet sich hier viel Holz. Und damit passt sich der frisch renovierte Landgasthof perfekt an seine Umgebung an. Um das zu ermöglichen, wurde die Naturland Ökoflächen-Management GmbH tätig, kaufte dem Saarforst die Location ab und investierte mehrere Hunderttausend Euro. Das „Forsthaus Neuhaus“, ein Ausflugslokal für Wanderer und Spaziergänger, erstrahlt so in neuem Glanz.

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Foto: Christian Hell / picturesfromhell

Als Vorspeise gibt es für „Papa Köstlich“ den hausgebeizten Lachs auf Kartoffelrösti mit Meerrettich-Crème-fraîche, für Robin Schäfer ein Rote-Bete-Carpaccio mit Ziegenkäse, Trauben und Cashewkernen und für mich die Kartoffelcremesuppe mit Crème fraîche und Schnittlauch. Die Vorspeisen sind durchaus ordentlich portioniert, sodass man hiervon nach einem Spaziergang allemal satt werden kann.

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Die Kartoffelcreme-suppe, mit Crème fraîche und Schnitt­lauch ver­feinert, gibt’s auch mit Lyoner.

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Hausgebeizter Lachs auf Kartoffelrösti mit Meerrettich-Crème-fraîche.

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Rote-Bete-Carpaccio mit Ziegenkäse, Trauben und Cashewkernen.

Trotzdem habe ich mir den Hauptgang natürlich nicht nehmen lassen – Rumpsteak mit Pommes frites und Pfifferlingen. Ein Gericht von der Tafel mit den Empfehlungen. Hier finden sich zusätzlich zur normalen Karte immer saisonale Gerichte. Für die anderen beiden gibt es einen veganen Burger mit Tahinasoße, Grillgemüse, Röstzwiebeln, Kräuterquark, einem Burgerpatty aus Kichererbsen und einen klassischen Caesar Salat. Neben dem veganen Gericht gibt es selbstredend auch vegetarische Speisen auf der Karte. Etwa Quiche mit Spinat und Ziegenkäse, Feigen-Ziegenkäse-Ravioli oder Linguine mit getrockneten Tomaten, Zucchini, Pinienkernen und Rucola.  Und auch zum Mittagstisch wird man lecker bekocht. Nicht zu vergessen: Donnerstags ist immer Rumpsteak-Tag. Wen also die Fleischeslust packt, sollte nach einem Spaziergang durch den umliegenden Wald unbedingt einen Abstecher hierher machen.

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Rumpsteak mit Pommes frites und Pfifferlingen.

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Caesar Salat mit gebratener Hähnchenbrust, Parmesan, Croutons und Kapernäpfel.

Robin Schäfer erzählt uns beim Essen, dass seine Gäste gern immer wieder hierher kommen, um das Cordon bleu oder ein klassisches Rahmschnitzel zu essen. Aber auch die Burger werden sehr gut vom Publikum angenommen. Die Burger-Brötchen werden zwar nicht selbst gebacken, können sich aber trotzdem sehen lassen. Zusammen mit der Bäckerei „Mischo“ aus Saarbrücken hat der 30-jährige Geschäftsführer das Rezept ausgearbeitet.

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Leckeres Bier darf in einem Landgasthof natürlich nicht fehlen.

Dank der wunderbaren Lage des „Forsthaus Neuhaus“ feiern viele Paare gern hier ihren großen Tag. Dazu kann man die gegenüberliegende Scheune anmieten oder aber auch das Restaurant. Und wie gefragt das ganze Thema ist, ist mehr als offensichtlich für mich. Um uns herum sitzen einige künftige Brautpaare, die sich beraten lassen, sich durch die Speisekarte probieren und sich die Location anschauen. Für jede Hochzeit wird natürlich ein individuelles Menü oder Büfett zusammengestellt. Allein dieses Jahr haben sich bislang 53 Brautpaare das Ja-Wort gegeben. Auch die Trauung selbst kann hier vor Ort stattfinden. Und jetzt schon sind nur noch wenige Termine für das kommende Jahr frei, und einige sind sogar schon für  2021 vergeben. Wer hier heiraten möchte, sollte sich also beeilen. Unabhängig davon komme ich gern wieder, denn als Saarbrückerin flüchte ich allzu gern auch mal in die Natur. Und da kommt mir der Urwald vor den Toren der Stadt sehr gelegen. Der perfekte Ort, um eine Wandertour ausklingen zu lassen.

 

Forsthaus Neuhaus
Gastro & Event GmbH
Forsthaus Neuhaus 1
66115 Saarbrücken
Telefon 06806-9515300
hallo@forsthausneuhaus.de
www.forsthausneuhaus.de

Die Printversion gibts in FORUM-Ausgabe 44/2019 – und auf der FORUM-Website.