Unterwegs

Bruder Jakob – Die Sonderwunscherfüller

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{Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung} Das „Bruder Jakob“ in St. Wendel ist bekannt für seine genialen Burger. Aber keine Angst: Auch Vegetarier und Veganer kommen hier nicht zu kurz. Und Liebhaber finden eine Vielzahl an Craftbieren.

Da steht er, mein großer Favorit: der „Avocado-Nacho“-Burger von „Bruder Jakob“ im schönen St. Wendel. Endlich darf ich über ihn schreiben. Ein Weizensesambrötchen bildet Ober- und Unterseite meines aufeinandergestapelten Lieblings, dazwischen tummeln sich neben dem Hauptakteur – dem Rindfleischpatty – Salat, die Haussoße, Guacamole und, nicht zu vergessen, die Nachos. Für mich einfach jedes Mal aufs Neue ein wahr gewordener Burgertraum, und das Ganze für faire elf Euro. Auch der „Crunch“ kommt hier definitiv nicht zu kurz, auch wenn ich persönlich auf die Zwiebeln verzichte.

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Solche Extrawürste sind im „Bruder Jakob“ gar kein Problem. Geschäftsführer Manuel Jakob sagt: „Wir sind Sonderwunscherfüller und gehen auf jeden Gast individuell ein.“ Hier sei jeder willkommen, ob groß oder klein. So hat der 37-jährige Geschäftsführer direkt am St. Wendeler Schlossplatz einen Ort zum Wohlfühlen geschaffen. Sobald man einen Fuß ins „Bruder Jakob“ setzt, überkommt einen familiäre Atmosphäre. Kein Wunder: „Wir sehen uns als Familie“, beschreibt Jakob sich und sein Team.

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Geschäftsführer Manuel Jakob zapft auch selbst.

Apropos Familie: Seit Kurzem gibt es sogar zwei Wickeltische für die jüngsten Gäste, die natürlich auch nicht hungrig bleiben müssen. Es stehen zwar keine extra Kinderburger auf der Karte, dafür bringen Steakhouse-Pommes und Crunchy Chicken Nuggets Kinderaugen zum Leuchten. Wer möchte, kann sich die Burger auch halbieren lassen und so problemlos mit dem Nachwuchs teilen.

Wie gesagt: Sonderwunscherfüller.

Normalerweise werden in den kalten Monaten des Jahres an einem Abend die Tische wie in den meisten Lokalen mehrfach belegt. Das ist völlig normal, haben die Restaurants im Winter ja in aller Regel keine Außenbestuhlung. Die fehlenden 80 Plätze machen sich wirtschaftlich natürlich bemerkbar. Deshalb sind Mehrfachbelegungen völlig normal und auch wichtig. Wer aber dennoch gerne einen ganzen Abend mit Familie oder Freunden hier verbringen möchte, kann bei der Reservierung Bescheid geben. Dann lässt sich auch dieser Wunsch problemlos erfüllen, wie der Geschäftsführer versichert. Aus eigener Erfahrung kann ich versichern, dass zwei Stunden im „Bruder Jakob“ locker ausreichen, um gemütlich seinen Burger zu schnabulieren. Da bleibt sogar problemlos noch Zeit für ein Dessert.

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Und eines ist sicher: Einen Nachtisch darf man sich hier nicht entgehen lassen. Das Eis von der „Charlotte Eismanufaktur“ in St. Wendel ist einfach die perfekte Ergänzung zur „Bruder Jakob“-Waffel, deren Teig aus „Alnatura“-Weizenmehl und „Berchtesgadener Land“-Milch angerührt wird.

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Warum hier die Milchprodukte aus Bayern kommen? Manuel Jakob stammt aus München, und diesen Aspekt bringt er gerne mit ein. Als ich die große Auswahl an Craftbieren auf der Theke entdecke, fallen mir auch direkt einige Sorten aus Bayern ins Auge. So kann man sich etwa durch Biere der Braumanufaktur Hertl oder aus Himburgs Braukunstkeller probieren. zu Weihnachten gibt’s ganz aktuell ein kräftiges Bier mit schokoladiger Note. Ganz nebenbei bemerkt, gibt es für mich einen großen persönlichen Pluspunkt, den ich nicht verschweigen möchte. Denn neben den ganzen Craftbieren gibt es hier auch Biere der badischen Staatsbrauerei Rothaus. Ich liebe deren „Tannenzäpfle“.

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Freunde des besonderen Biergenusses kommen hier auf ihre Kosten.

Wer lieber zum Gin statt zum Bier greift, sollte unbedingt einen Vermouth Highball oder einen Ferdinands Sommelier’s Gin Tonic probieren. Aber auch die nicht alkoholischen Getränke auf der Karte sind alles andere als 08/15. Neben hausgemachten Limonaden wie etwa Himbeer-Minze werden auch die saarländische Limonade „Meine Limo“ oder mein Lieblingseistee von „Piranja“ angeboten.

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Die hausgemachten Limonaden muss man einfach probiert haben.

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Jetzt zurück zum Essen. Es gibt eine feste Karte, aber auch immer wieder saisonale Spezial-Burger außerhalb der festen Karte. Die Burger im „Bruder Jakob“ haben auf den ersten Blick zwar stolze Preise, diese erklären sich aber ganz leicht, wenn man die Speisekarte genauer unter die Lupe nimmt. Manuel Jakob ist es wichtig, – so gut es geht – regionale Produkte zu verwenden. Das gelingt ihm ziemlich gut. Das Rindfleisch für die 150 Gramm schweren Pattys kommt vom nur wenige Minuten entfernten Wendelinushof. Dort wird das Fleisch jeden Tag frisch durch den Fleischwolf gejagt.
Die fluffigen Burgerbrötchen werden in der Bäckerei Leist in Marpingen nach dem Rezept von „Bruder Jakob“ gebacken, und der Flammkäse für die vegetarischen Burger und Salate kommt vom Bornwiesenhof in der Pfalz. Wem vegetarisch noch nicht ausreicht, sollte sich unbedingt an den veganen Burgern probieren. Dieses Jahr zur Fastenzeit habe ich einen der tierproduktfreien Burger probiert und war begeistert. Das Polenta-Patty zusammen mit Grillgemüse hat mich das Rindfleischpatty keineswegs vermissen lassen. Dazu meine heiß geliebten Rosmarin-Pommes mit hausgemachter Currymayonnaise, und ich bin der glücklichste Mensch.

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„Der Elsässer“: Burger mit Weizensesambun, Salat, Haussoße, Rindfleisch, Cheddar, Sour Cream und Röstzwiebeln.

Hausgemacht wird hier so einiges. Manuel Jakob und sein Team stecken viel Liebe in die Zubereitung der Speisen. Der „Lord Bacon“-Burger zum Beispiel wird sogar zusammen mit einer hausgemachten Baconmarmelade serviert. Meine Begleitung, regelmäßige Leser kennen ihn als Küchenabschnittsgefährten, probiert sich derweil am Burger namens „Der Elsässer“. Er beschreibt ihn als eine gelungene Mischung aus Burger und Flammkuchen und strahlt vor sich hin. Mit Essen kann man uns einfach glücklich machen, so viel sei gesagt. Aktuell gibt’s sogar einen Hokkaido-Mango-Burger.
Wem so ein ausgewachsener Burger zu viel ist – gerade vielleicht in der Vorweihnachtszeit – kann sich trotzdem ganz stressfrei zum Essen im „Bruder Jakob“ verabreden. Neben den Salaten können die Burger auch in einer Low-Carb-Variante zusammen mit einem kleinen gemischten Salat serviert werden. Das kostet zwar zwei Euro Aufschlag, aber wie sagt man: „Wer schön sein will, muss leiden.“ Und in diesem Fall muss diesen Fakt einfach der Geldbeutel verschmerzen.

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Im Normalfall bin ich nach einem Burger und Pommes satt und bereit, mich nach Hause zu kugeln. Weil ich für meine Kolumnen aber alles gebe, „musste“ sich der Küchenabschnittsgefährte noch eine Waffel zum Nachtisch mit mir teilen. Manuel Jakob fragt, wie wir unsere Waffel gerne hätten. Mein einziger Wunsch: eine super fototaugliche Waffel.
Das, was mich auf dem Teller erwartet, sieht nicht nur bombig gut aus, sondern schmeckt auch… ultragut! Die Kombination aus Vanilleeis, Erdbeeren, Sahne und hausgemachter Erdbeersoße ist der absolute Hit. So gut! Die Waffel ist an Fluffigkeit nicht zu übertreffen und lässt jede andere Weihnachtsmarktwaffel alt aussehen.
Im Sommer kann man sich auch ein oder mehrere Bällchen Eis am Fensterverkauf mitnehmen. Am Tisch werden die Eisbecher superschön in Weckgläsern serviert. Darin findet seit diesem Jahr nicht nur Eis Platz, sondern auch viele verschiedene Fingerfood-Varianten vom „Bruder Jakob“-Catering werden so angeboten.

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„Avocado-Nacho“-Burger mit Haussoße, Salat, Rindfleisch, Nachos, Guacamole, und Weizensesambun.

Da die Nachfrage nach Burgern, Fingerfood und BBQ für Events immer größer wurde, gründete Manuel Jakob eine eigene Firma für den Bereich Catering. Ich find’s super, so eine Art Catering hat meines Erachtens im Saarland wirklich gefehlt. Bei Instagram und Facebook kann man sich zumindest schon mal von der tollen Optik der Büfetts überzeugen. Und vom Geschmack dann einfach bei einem Mittag- oder Abendessen im „Bruder Jakob“. Für alle Frühstückfans habe ich übrigens auch gute Nachrichten. Zwar habe ich es selbst noch nicht probiert, dennoch liest sich die Frühstückskarte hier richtig gut. Ich sag‘ nur Porridge, Bagels, Pancakes oder diverse Bowls. Ich glaube, es könnte ein Traum für alle sein, deren Lieblingsmahlzeit das Frühstück ist. Es gibt natürlich auch ganz klassisch Rührei oder Strammer Max. Aber neben einer Beeren-Bowl oder Pancakes mit Bratapfelkompott und Zimt und Zucker sehen die Klassiker für mich alt aus.

Da läuft mir schon beim Schreiben und Speisekarte lesen das Wasser im Mund zusammen.

Getrost kann ich jedem Burger-Fan nur ans Herz legen, den Weg in den Nordosten des Saarlandes auf sich zu nehmen. Zum einen, um die superleckeren Burger zu probieren. Oder natürlich auch das Frühstück. Das werde ich definitiv im neuen Jahr testen. Hier wird großer Wert auf Regionalität und vor allem aber auch Qualität gelegt. Ich bin und bleibe Stammgast.

 

Bruder Jakob
Schloßstraße 5
66606 St. Wendel
Telefon 06851-9128819
reservierung@bruderjakobwnd.de
www.bruderjakobwnd.de
Öffnungszeiten:
So. bis Do. 9 bis 24 Uhr
Fr. und Sa. 9 bis 1 Uhr

Die Printversion gibts in FORUM-Ausgabe 52/2019 – und auf der FORUM-Website.