Herzhaftes

Schwenken: Kulturgut und Sommergenuss

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{Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit „Genuss Region Saarland“ entstanden} Wer das Saarland und seine Einwohner kennt, weiß ganz genau, welche Aktivität in keinem Sommer zu kurz kommen darf – das Schwenken. Ein Kult, Volkssport und Hobby, welches hierzulande mit größter Leidenschaft betrieben wird. Manch einer außerhalb der Landesgrenze wird sicher behaupten, dass hier wie sonst auch überall gegrillt wird. Dem ist aber nicht so, habe ich mir von einigen waschechten Schwenk-Urgesteinen sagen lassen. „Schwenken“ sei nicht gleichzusetzen mit „grillen“. Zwar liegt man damit im Grunde nicht falsch, auch hierbei wird das Grillgut auf einem Grillrost über einer Feuerstelle gegart, dennoch gibt es feine Unterschiede. Zunächst ist es wichtig zu wissen, dass das Wort „Schwenken“ daher kommt, dass das Grillgut auf einem runden, an einer Kette befestigten, beweglichen Grillrost über der Feuerstelle hin und her schwingt. Er ist also genauer gesagt schwenkbar. 

Des Weiteren gilt es zu beachten, dass das Wort „Schwenker“ drei Bedeutungen haben kann. Der marinierte Schweinenacken, das Grillgestell an sich und auch die Person, die für die Zubereitung und den Prozess an sich verantwortlich ist, kann als „Schwenker“ betitelt werden. Hat man diese drei Basics verinnerlicht, tritt man als Schwenk-Anfänger in keine größeren Fettnäpfchen.

 

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Ein weiterer Fakt zum Thema „Schwenken“: So ziemlich jedes Dreibein-Gestänge in saarländischen Gärten hat eine ähnliche Herkunftsgeschichte. Damals kannte wirklich jeder einen Hüttenarbeiter, der Zugriff auf das Material hatte, sogenannten V2A-Stahl. Aus diesem konnte man mit ein paar Schweißnähten ganz einfach das Gestell anfertigen. Als Behältnis für das Brennmaterial wird nicht selten eine ausgemusterte Edelstahl-Wäschetrommel verwendet. So auch bei meinem Opa, wo ich diesen Sommer das erste Mal geschwenkt habe. Ein richtiges Familien-Gemeinschaftsprojekt: Mein Opa stellte Schwenker und Location zur Verfügung, „Papa Köstlich“ kümmerte sich ums Feuer machen und ich habe beim Genusspartner „Metzgerei Petermann“ in Oberwürzbach Grillgut von bester Qualität besorgt, die nicht von der Hand zu weisen ist. Im Rahmen der internationalen Fleischerfachmesse in Frankfurt erhielt der Betrieb für seine Lammbratwürstchen, Käsewürstchen und Rindermettwürstchen Goldmedaillen. Die Metzgerei ist ein waschechter Traditionsbetrieb und wird mittlerweile in dritter Generation betrieben.

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Neben Schwenker, Bratwürstchen und dem obligatorischen Bier, das bei keiner Schwenk-Session fehlen darf, gibt es natürlich auch ein paar Beilagen. Wir haben uns für einen mediterranen Nudelsalat entschieden. Der lässt sich super vorbereiten und kommt immer gut an.

Lasst uns gerne virtuell an eurem nächsten Schwenk-Event teilhaben. Zeigt uns Eure Ergebnisse in den sozialen Netzwerken. Markiert hierzu einfach @kathikoestlich und @urlaub.saarland und setzt die Hashtags #kathikoestlich und #visitsaarland.

 

Mediterraner Nudelsalat

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Zutaten:

  • 500 g Fusilli (z.B. von italianDelight Pastamanufaktur)
  • 1 Handvoll getrocknete Tomaten
  • 500 g Cocktailtomaten
  • 125 g Rucola
  • 100 g schwarze Oliven
  • 1 Glas Pesto Rosso
  • 125 g Parmesan (gehobelt)
  • 40 g Pinienkerne
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 TL Oregano
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

  1. Die Nudeln nach Packungsanweisung kochen.
  2. Währenddessen die Cocktailtomaten, die getrockneten Tomaten und die Oliven in Scheiben schneiden. Den Rucola waschen und die Pinienkerne in einer kleinen Pfanne leicht anrösten.
  3. Die fertig gekochten Nudeln in eine große Schüssel geben und die restlichen Zutaten hinzugeben und alles miteinander vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und zum Grillgut servieren.

Das Rezept gibt‘s hier als Download