Art in – Kunst und Genuss
{Dieser Beitrag enthält Werbung} In den früheren Räumen des „Lavendel“ im Herzen von St. Wendel ist seit einiger Zeit das Café „Art in“ beheimatet. Inhaberin Laura Martin liebt es, Kunst einen Raum zu geben und ihre Gäste gleichzeitig kulinarisch zu verwöhnen. Die Karte wechselt regelmäßig, passend zur Saison.
Ich betrete das „Art in“ in der St. Wendeler Innenstadt und verstehe sofort, was es mit dem Namen des Cafés auf sich hat. Rechts neben mir hängt das erste Kunstwerk, das den Titel „The Life of a Showgirl“ trägt. Eine kleine Discokugel inmitten farbenfroher Malereien gibt einen Hinweis darauf, worauf die Künstlerin Alexandra Bohemia anspielt – das aktuelle Album der Sängerin Taylor Swift trägt schließlich denselben Namen. Auch die Farbwelt des Covers findet sich in ihrer Interpretation wieder. Ein Blick ins Treppenhaus lohnt sich ebenfalls: Dort schmücken weitere großformatige Werke die Wände. Kunst ist hier allgegenwärtig – wie es der Name bereits vermuten lässt.

Doch zurück zum Anfang: Das „Art in“ gibt es noch gar nicht so lange. Nach mehreren Monaten Renovierung eröffnete Inhaberin Laura Martin das Café im Herzen von St. Wendel im Juni vergangenen Jahres. Die gelernte Hotelfachfrau träumte schon länger von einem eigenen Café. Lange jedoch fühlte sie sich noch zu jung für diesen Schritt. Stattdessen genoss sie ihre Freiheit, sammelte Erfahrungen auch außerhalb der Gastronomie, aber behielt den Gedanken an eine mögliche Selbstständigkeit stets im Hinterkopf. Je näher ihr 30. Geburtstag rückte, desto klarer wurde ihr: Wenn nicht jetzt, wann dann? Der Wunsch, etwas Eigenes zu schaffen, wuchs – bis aus einer vagen Idee schließlich ein konkreter Plan wurde.
Zuvor arbeitete sie mehr als ein Jahr lang an einem Businessplan, für den zum Schluss eigentlich nur noch der Raum fehlte. In ihrem Plan hieß das Café von Beginn an „Art in“, was ursprünglich nur als Platzhalter gedacht war. Doch in ihrem Umfeld hatte sich der Name längst etabliert – so sehr, dass er schließlich blieb. Ein kleines Detail steckt dennoch darin: Auch ihr Nachname „Martin“ findet sich in abgewandelter Form wieder. Viel wichtiger aber war ihr von Anfang an die Idee, eine Verbindung zwischen Kunst und Kulinarik zu schaffen.


Kunstwerke von Alexandra Bohemia sind im ganzen Café zu finden
Diese Idee zieht sich bis heute durch das gesamte Konzept. Laura Martin liebt es, Kunst einen Raum zu geben – auch, weil sie selbst in ihrer wenigen Freizeit gerne malt. Ihre eigenen Werke würde sie jedoch nicht ausstellen. Stattdessen bietet sie anderen Künstlerinnen und Künstlern die Möglichkeit, ihre Arbeiten im Café zu präsentieren. Wer Interesse hat, selbst auszustellen, kann sich jederzeit bei ihr melden.
Mit dieser klaren Vision begann schließlich die Suche nach dem passenden Ort. Da die Inhaberin gebürtig aus Bosen ist und sich der Region stark verbunden fühlt, war für sie schnell klar, dass das Café im Umkreis entstehen sollte. In St. Wendel machte sie sich auf die Suche nach geeigneten Räumlichkeiten – am liebsten dort, wo zuvor bereits Gastronomie betrieben worden war, um den Umbau überschaubar zu halten. „Das war aber tatsächlich gar nicht so einfach“, verrät die 29-Jährige. Doch als sie Ende 2024 hörte, dass die Räume des ehemaligen „Lavendel“ frei werden, ergriff sie sofort die Initiative. Und so begannen im März vergangenen Jahres direkt die Umbauarbeiten. Auf zwei Etagen findet heute also nicht nur das „Art in“ mit all seiner Kunst und Kulinarik seinen Platz, sondern auch bis zu 58 Gäste.
Gelebte, echte Gastfreundschaft

Diese dürfen sich über leckeres Frühstück freuen, das nicht nur optisch einiges hergibt, über hausgebackene Kuchen und eine kleine Auswahl an herzhaften Gerichten für die Mittagszeit. Die Karte wechselt regelmäßig, passend zur Saison – das ist Laura Martin besonders wichtig. „Wir erfinden das Rad nicht neu, das muss man ganz klar sagen“, betont die Inhaberin. Nur die Gerichte, die bei den Gästen besonders gut ankommen, lässt sie auf der Karte. Gleichzeitig lässt sie sich gerne inspirieren – vor allem durch das Internet und aktuelle Trends. Das kommt offenbar gut an, denn als ich gemeinsam mit dem Küchenabschnittsgefährten und unserer kleinen Begleiterin an einem Samstagnachmittag das Café betrete, ist einiges los. Die Inhaberin konnte sich bereits viele Stammgäste sichern.

Diese kommen vor allem wegen der gemütlichen und herzlichen Atmosphäre immer wieder. Laura Martin liegt es sehr am Herzen, dass im „Art in“ echte Gastfreundschaft gelebt wird und sich jeder wohlfühlt. Manches kommt besonders gut an.
Teilweise bestellt sogar ein ganzer Tisch gesammelt die Stulle „Avocadoliebe“: zwei Scheiben Barock-Brot der „Bäckerei Schaefer“ in Illingen, Smashed Avocado, Rucola, Räucherlachs, Spiegelei, Granatapfelkerne und Meerrettich. Ebenfalls sehr beliebt ist die Stulle „Rosarot“ mit zwei Scheiben Bauländer Dinkellaib, Smashed Avocado, Rucola, Rote Bete, Tomaten, Petersilie, Feta und Balsamico-Creme – auf Wunsch auch vegan. Ein weiterer Klassiker, der unerwartet schnell zum Publikumsliebling wurde, ist die Good Morning Bowl mit Joghurt, Granola, Honig und saisonalem Obst. Sie kann optional vegan serviert oder gegen einen kleinen Aufpreis mit Erdnussbutter getoppt werden.


Zunächst starten wir mit warmen Getränken, die bei dem kalten Wetter willkommen sind. Für den Küchenabschnittsgefährten gibt es einen Cappuccino aus der hauseigenen Röstung der Rösterei „Espresso-Kessler“ in Selbach. Übrigens: Die Bohnen kann man auch direkt vor Ort kaufen – für ein Stück „Art in“-Gefühl zu Hause.
Ich probiere eine Matcha-Latte mit Hafermilch. Optisch ein echter Hingucker: das kräftige Grün, das sich mit dem Milchschaum verbindet. Geschmacklich spannend, aber ich persönlich bleibe künftig doch weiterhin lieber beim Cappuccino. Unsere kleine Begleiterin bekommt einen Babyccino, der mit einem zufriedenen Lächeln und erstaunlicher Geschwindigkeit verschwindet.

Im obersten Stockwerk des Cafés nehmen wir Platz und blicken aus den Fenstern in den Hinterhof. Beeindruckt bin ich vor allem von der Einrichtung: Die Kunst an den Wänden harmoniert perfekt mit dem mediterranen Stil der Möbel, den freigelegten Wänden und dem dunkelroten Fliesenboden, den Laura Martin bewusst nicht überdecken ließ. Da ich das Mittagessen ausgelassen habe, freue ich mich, als mein French Toast namens „Pistazienzauber“ serviert wird: viele frische Früchte, eine leckere Pistaziencreme und sogar eine Kugel Vanilleeis. Süß, warm, fruchtig – ein Zusammenspiel, das sofort überzeugt. Die Kugel Eis wandert allerdings direkt weiter zu unserer kleinen Begleiterin, die darüber mehr als glücklich ist.

Auch der Teller des Küchenabschnittsgefährten kann sich sehen lassen. Er hat sich für das „Rucola Rendezvous“ entschieden: zwei Scheiben Bauländer Dinkellaib, belegt mit Rucola, Smashed Avocado, Rührei, Tomaten, Pesto und cremiger Burrata. Die Kombination wirkt zunächst ungewöhnlich, fügt sich aber überraschend harmonisch zusammen. Für unsere kleine Begleiterin gibt es „Kleines Schokoglück“: vier fluffige Mini-Pancakes mit Schokocreme und reichlich Obst. Ein Nachmittagssnack, an den sie sich sicher noch lange erinnern wird – ihr Strahlen sagt alles.

Regelmäßige Workshops vor Ort
Wer also einen Abstecher ins schöne St. Wendeler Land macht, sollte unbedingt im „Art in“ vorbeischauen. Hier wird man nicht nur herzlich bedient, sondern kann in gemütlichem Ambiente die Zeit mit einem Buch, Freunden, der Familie oder dem Laptop genießen. An Sonn- und Feiertagen gilt jedoch ein Zeitfenster von zwei Stunden, da die Nachfrage so hoch ist, dass Tische mehrfach besetzt werden müssen – für ein entspanntes Frühstück reicht das aber völlig aus. Laura Martin bietet zudem regelmäßig Workshops an – zum Beispiel zum Töpfern oder um Keramik zu bemalen, sodass hier jeder seinen Platz finden kann.
Art in
Carl-Cetto-Straße 4–6
66606 St. Wendel
Telefon 06851-9375871
info@art-in-wnd.de
www.art-in-wnd.de
Öffnungszeiten:
Mo. und Di. Ruhetag
Mi. bis So. 9 bis 18 Uhr
Die Printversion gibt’s in FORUM-Ausgabe 16/2026 – und auf der FORUM-Website.

