Davy’s Pinsa – Bestes aus Bella Italia
{Dieser Beitrag enthält Werbung} In der Pinseria „Davy’s Pinsa“ in Saarlouis dreht sich alles um die originale Pinsa Romana – luftig, knusprig und hergestellt nach traditionellem italienischem Rezept. Inhaber Davy Mazzuca hat das Handwerk des Pinsaiolo in Italien gelernt und serviert seinen Gästen authentische Spezialitäten mit hochwertigen Zutaten. Wer wissen möchte, warum die Pinsa hier längst als Geheimtipp im Saarland gilt, sollte einen Blick hinter die Kulissen der beliebten Pinseria werfen.
„Unsere Pinsa schmeckt am nächsten Tag aufgewärmt noch genauso gut wie heute Abend in unserer Pinseria“, erklärt Davy Mazzuca, Inhaber von „Davy’s Pinsa“, stolz. Das werde ich auf jeden Fall testen – denn ob ich heute eine ganze Pinsa schaffe, steht noch in den Sternen. Ich wurde nämlich vorgewarnt: Auch wenn eine Pinsa nicht besonders groß wirkt, macht sie erstaunlich satt.
Aber beginnen wir von vorne. Den heutigen Abend verbringe ich gemeinsam mit Papa Köstlich in Saarlouis bei „Davy’s Pinsa“. Da ich nur wenige Kilometer vonSaarlouis entfernt aufgewachsen bin und dort noch Familie und Bekannte habe, habe ich schon oft gehört, wie gut die Pinsa hier sein soll. Warum ich nicht schon viel früher vorbeigeschaut habe, frage ich mich ehrlich gesagt selbst. Umso mehr lag es nahe, meiner besonders vertrauenswürdigen Quelle, Mama Köstlich, Gehör zu schenken. Einige Wochen später sitzen Papa Köstlich, Davy Mazzuca und ich gemeinsam an einem Tisch. Mir ist es wichtig, meinen Vater zu diesem Termin mitzunehmen, denn er hat beruflich viel mit Pinsa zu tun und kann unseren Abend fachlich deutlich besser einordnen als ich. Dass das eine gute Entscheidung war, merke ich sofort: Schon während unseres Interviews tauchen er und Davy tief ins Thema ein, verwenden Fachbegriffe, bei denen ich innerlich bereits die Suchmaschine öffne.

Natürlich erfahre ich auch viel über die Entstehung der Pinseria, ein Thema, das mich besonders interessiert. 2019, ein Jahr vor Beginn der Pandemie, eröffnete Davy Mazzuca seine Pinseria in den Saarlouiser Kasematten. Zuvor befand sich in den Räumlichkeiten ein anderes italienisches Restaurant. Allerdings entsprachen weder die Ausstattung noch das Interieur seinen Vorstellungen, sodass hier über sieben Monate hinweg – mit tatkräftiger Unterstützung der gesamten Familie – renoviert wurde. Und die Familie spielt bis heute eine zentrale Rolle, aber dazu später mehr.
Als die Pandemie ausbrach, nutzte man die Zeit, um das To-go-Geschäft auszubauen. Wer Lust auf eine der von Beginn an sehr beliebten Pinsen hatte, konnte sie an der Tür abholen. Hinter den Kulissen wurde jedoch weiter gewerkelt: Es ergab sich die Möglichkeit, die Fläche zu erweitern. Durch einen Durchbruch zum ehemaligen Nachbarlokal wurde das Restaurant vergrößert – heute finden dort bis zu 100 Gäste Platz. Ein langsames, aber stetiges Wachsen – das scheint ganz klar der Antrieb von Davy Mazzuca zu sein.
Ausbildung in Rom an der Pinsa School
Der 37-Jährige ist übrigens kein gelernter Gastronom. Zuvor arbeitete er als Standortleiter bei Ford. Doch dieser Beruf erfüllte ihn zunehmend weniger, während der Traum von einer eigenen Gastronomie immer konkreter wurde. Kein Wunder – Mazzuca stammt aus einer echten Gastrofamilie. Sein Onkel betreibt eine Pizzeria in Italien, sein Cousin – wie er selbst – eine Pinseria. Weitere Familienmitglieder widmen sich der Landwirtschaft in Kalabrien, einer sonnenverwöhnten Region im Südwesten Italiens.
Als der Entschluss zur Selbstständigkeit feststand, kündigte Mazzuca seinen Job und ging für ein Jahr nach Italien – stets mit Rückendeckung seiner Frau Yasemin. Während andere ihn für verrückt erklärten, unterstützte sie ihn von Anfang an. In Rom absolvierte er eine Ausbildung an der Pinsa School, um das Handwerk eines Pinsaiolo – also eines spezialisierten Bäckers für originale Pinsa Romana – zu erlernen. Daher trägt „Davy’s Pinsa“ auch offiziell den Titel einer lizenzierten Pinseria. Das bedeutet, dass der Teig traditionell und nach Originalvorgaben hergestellt wird.

Um sein Können weiter zu vertiefen, arbeitete er anschließend in der Pinseria seines Cousins in Italien. Später tüftelte er im Keller seines Elternhauses weiter an seinem ganz eigenen Rezept. Dort hatte sein inzwischen verstorbener Vater einen Pizzaofen eingebaut. Gemeinsam mit seinem Bruder Gianluca testete er verschiedene Varianten. „Alles natürlich immer im Rahmen der Vorgaben der Pinsa School“, betont der Inhaber. Freunde und Familie probierten so lange mit, bis das Rezept genau so war, wie wir es heute genießen dürfen.
Der Sauerteig gärt bis zu 72 Stunden
Die Pinsa, wie wir sie hier kennen, hat ihren Ursprung in Rom. Im Wort „Pinsa“ steckt das lateinische „pinsere“, was so viel bedeutet wie „auseinanderdrücken“. Genau das geschieht mit dem Teig, so bleibt die Luft im Inneren erhalten. Das Ergebnis: innen wunderbar luftig, außen angenehm knusprig. Eine Pinsa ist eben keine klassische Pizza.
Bereits bei der Herstellung zeigen sich deutliche Unterschiede. Der Teig bei „Davy’s Pinsa“ gärt bis zu 72 Stunden und gilt daher als besonders bekömmlich. Für den Sauerteig werden spezielle Mehlmischungen verwendet, die eigens für lizenzierte Pinserien hergestellt werden: Weizen-, Reis- und Sojamehl sowie Vollkornkleie. „Das sind alles Non-GMO-Mehle, was bedeutet, dass die Getreidepflanzen und deren Erbgut nicht künstlich verändert wurden“, erklärt Mazzuca. Nicht nur die Mehle stammen aus Italien. Auch die Wurstwaren für Antipasti und Pinsen werden von dort bezogen und täglich frisch aufgeschnitten. Der Käse kommt aus Luxemburg, wird dort jedoch von einem italienischen Händler geliefert. Der hausgemachte Limoncello wird von der Großmutter der Mazzuca-Brüder mit italienischen Bio-Zitronen hergestellt. Selbst das Pistazienpesto entsteht im Lokal – natürlich mit Pistazien aus Italien.
Jeden Morgen bereitet Davy die Teige vor, formt aus dem gereiften Teig kleine Kugeln, die erneut ruhen dürfen. Mittags werden sie von Hand in Form gedrückt – jede Pinsa sieht dadurch individuell aus, enthält aber stets die gleiche Teigmenge. Anschließend werden sie leicht vorgebacken und abends frisch belegt sowie fertiggebacken. Das sorgt für beste Qualität am Tisch und eine lang anhaltende Knusprigkeit – selbst nach meiner ausgiebigen Fotosession bleiben die Pinsen herrlich kross.

Kommen wir nun endlich zum kulinarischen Teil des Abends. Auf Empfehlung des Inhabers starten wir mit „Bruschetta Singola“ und „Antipasti Piccolo“. Das Brot für die Bruschetta wird selbst gebacken – und ich gebe zu: So eine schmackhafte Bruschetta habe ich selten gegessen. Keine Tomate rutscht herunter, die Brotscheiben haben die perfekte Dicke, und die Qualität der Zutaten schmeckt man bei jedem Bissen.


Auch die Antipasti überzeugen: aromatischer Parmesan, große Oliven aus Italien – geerntet von Mazzucas Familie – und hausgemachte Focaccia, die unbedingt probiert werden sollte. Dazu genießen wir Aperitifs: Für Papa Köstlich gibt es einen Ramazzotti Rosato, ich entscheide mich für den Limoncello Spritz mit dem hausgemachten Limoncello. Eigentlich hatte ich mir geschworen, diesen Aperitif nicht mehr zu bestellen – doch hier würde ich ihn jederzeit wieder wählen.

Als Hauptgang entscheidet sich Papa Köstlich für die „Don Cuno“ mit Sugo di Pomodoro, Mozzarella, ’Nduja, Scampis, Salsiccia, Zwiebeln, Knoblauch, Petersilie, Zucchini und getrockneten Tomaten. Wem übrigens ’Nduja nichts sagt, das ist eine italienische weiche Rohwurst aus Kalabrien, die die Pinsa etwas pikanter werden lässt. Ebenso ist Salsiccia sicher nicht jedem ein Begriff. Hierbei handelt es sich um eine italienische, grobkörnige Rohwurst. Alles genau nach Papa Köstlichs Geschmack. Die Pinsa sei „kurz im Biss – ein Zeichen für die lange Teigreife“, lautet sein fachmännisches Urteil.
Ich wähle die vegetarische „Aphrodite“ mit Pistazienpesto, Mozzarella, getrockneten Tomaten, angemachten Zwiebeln, Cherrytomaten, Burrata und Balsamico. Zum Glück habe ich die Zwiebeln nicht abbestellt – sie runden das Ganze perfekt ab. Eine Pinsa, die ich problemlos jede Woche essen könnte. Auch bei vielen Stammgästen der Pinseria ist diese vegetarische Option total beliebt, die natürlich auch als vegane Version serviert wird.


Obwohl wir jeweils eine halbe Pinsa mitnehmen, lassen wir uns das Dessert nicht entgehen: hausgemachtes Tiramisu von der Großmutter. Luftig, nicht zu schwer und wunderbar abgestimmt – ein perfekter Abschluss für einen rundum gelungenen italienischen Abend in Saarlouis.
Am nächsten Tag noch genauso gut
Bei „Davy’s Pinsa“ wird Familie wirklich gelebt: Yasemin kümmert sich um Büro und Personal, Gianluca übernimmt Verantwortung in der Geschäftsführung, und selbst die 81-jährige Großmutter trägt kulinarisch ihren Teil bei. Dieser familiäre Zusammenhalt ist spürbar – und sicherlich ein wichtiger Bestandteil des Erfolgs. Übrigens verfügt „Davy’s Pinsa“ auch über einen eigenen Foodtruck, der für Hochzeiten, Konzerte oder Geburtstage gebucht werden kann. Hierfür gibt es ein Online-Formular, das gern mit etwas Vorlauf ausgefüllt werden darf. Reservierungen im Restaurant sind telefonisch oder online möglich. Die Tische werden für jeweils zwei Stunden vergeben – Zeit, die man bei einem Besuch in Saarlouis unbedingt voll auskosten sollte.
Ach, und übrigens: Wer seine Pinsa nicht ganz schafft und mit nach Hause nimmt, wird nicht enttäuscht. Aufgewärmt am nächsten Tag schmeckt sie tatsächlich noch genauso gut wie am Abend zuvor. Davy Mazzuca behält also recht.
Davy’s Pinsa
Kasemattenhof 36
66740 Saarlouis
info@davys-pinsa.de
www.davys-pinsa.de
Öffnungszeiten: Mo. Ruhetag
Di. bis Do. und So. 17 bis 22 Uhr
Fr. und Sa. 17 bis 23 Uhr
Die Printversion gibts in FORUM-Ausgabe 12/2026 – und auf der FORUM-Website.

