Unterwegs

Klostermühle – Familiäre Gastlichkeit

{Dieser Beitrag enthält Werbung} Ein Wochenende entspannen, den Kopf freibekommen – und das nur einen Steinwurf von zu Hause entfernt? Das Landidyll Weinhotel Klostermühle in Ockfen bei Saarburg ist dafür die perfekte Adresse. Zwischen Weinbergen und Saar gelegen, verbindet das familiengeführte Hotel regionale Küche, eigenes Weingut und herzliche Gastfreundschaft.

Ein Frühstücksbüfett, das seinesgleichen sucht. Das ist mein erster Gedanke, als ich nach einer Nacht im „Landidyll Weinhotel Klostermühle“ in Ockfen das Restaurant betrete. Die Orangenpresse fällt mir direkt ins Auge – damit ist mein erster Weg zum üppigen, in mehrere Stationen aufgeteilten Büfett klar. Diese Idee hatten einige vor und nach mir. Doch man darf ganz entspannt bleiben, denn sobald etwas auszugehen droht, ist das überaus freundliche Servicepersonal stets zur Stelle und füllt alles sofort wieder auf.

Große Auswahl an Veganem

Mal ehrlich: Wer freut sich nicht über einen frisch gepressten Orangensaft am Sonntagmorgen? Und irgendwie hat es für mich auch immer einen kindlichen Charme, wenn man ihn sich sogar selbst am Büfett pressen darf. Wer es lieber bequem mag, findet zudem eine große Auswahl weiterer Säfte aus Flaschen. Neben Filterkaffee und verschiedenen Kaffeespezialitäten gibt es hausgemachte Marmeladen, unterschiedliche Eierspeisen, Gemüse, Obst sowie frisches Brot beziehungsweise Brötchen. Natürlich dürfen auch Klassiker wie Wurst und Käse nicht fehlen.
Etwas fällt mir aber sofort positiv auf: Es gibt auch eine Auswahl an veganen Aufstrichen und veganem Joghurt. Hafermilch steht direkt neben glutenfreiem Müsli. Und als wäre das nicht schon genug, würde sich meine beste Freundin hier wohl sehr über die Auswahl an glutenfreien Backwaren freuen. So etwas habe ich bislang in keinem anderen Hotel erlebt. Hut ab!
Ebenso spielt das Thema Regionalität in der „Klostermühle“ eine große Rolle. Viele Produkte stammen vonregionalen Herstellern, beispielsweise vom Forellengut Rosengarten in Trassem, vom Altfuchshof in Saarburg-Kahren oder der Lebenshilfe in Serrig. Diese enge Zusammenarbeit zieht sich konsequent durchs gesamte kulinarische Konzept – vom Frühstück bis zum Abendmenü.

Inhaberin Maria Mangrich (65) führt das Hotel seit 17 Jahren gemeinsam mit ihrer Tochter Marion (46) |
Fotocredit: Klostermühle / Dominik Ketz

Doch fangen wir von vorne an. Der Weg zur „Klostermühle“ führt uns über einige Landstraßen und durch zahlreiche Weinberge – ein gelungener Tapetenwechsel zum sonst eher grauen Stadtleben. Knapp 70 Kilometer von Saarbrückenentfernt liegt das „Landidyll Weinhotel Klostermühle“ mitten im Grünen und nur etwa 200 Meter von der Saar entfernt. Entsprechend beliebt ist es bei Fahrradfahrern. Vor dem Hotel stehen Fahrradgaragen zur Verfügung, und wer kein eigenes Rad besitzt, kann sich vor Ort direkt eines inklusive Fahrradhelm mieten.
„Viele unserer Gäste fahren gerne entlang der Saar, Mosel, Ruwer und Sauer“, erzählt die Tochter der Inhaberin, Marion Mangrich. Gemeinsam mit ihrer Mutter Maria Mangrich bildet sie seit 17 Jahren die Spitze des Hotels. Die „Klostermühle“ selbst ist bereits seit 1973 ein familiengeführter Betrieb – damals noch unter der Leitung von Marion Mangrichs Großeltern. Ihr Großvater Clemens Minn war Müller und stammte aus der einstigen Mühle, die zu einem Kloster gehörte. Daher auch der heutige Name des Hotels. Bis Mitte der 1960er-Jahre wurde hier noch Mehl gemahlen. Als ihre Großmutter Maria Karges ihren späteren Ehemann kennenlernte, wurde es allerdings kompliziert: Sie stammte aus einer Winzerfamilie mit eigenen Weinbergen, die bewirtschaftet werden mussten. Zusätzlich betrieb ihre Familie Landwirtschaft mit Schweinen und Kühen – nicht gerade das Steckenpferd von Clemens Minn. Doch aus Liebe zu seiner Frau gab er sein Bestes.

„Meine Oma war da eher eine Pionierin“, berichtet die heute 46-jährige Tochter der Inhaberin. Ihre Großmutter war nämlich entschlossen, den Wein nicht nur fassweise – wie damals üblich –, sondern auch flaschenweise zu verkaufen. So entstand die Idee, die Mühle zu einer kleinen Pension umzubauen. In einer Region, in der Tourismus zu dieser Zeit noch kaum existierte, war das durchaus ungewöhnlich. Doch Maria Minn ließ sich nicht beirren. Es entstand eine Pension mit gerade einmal sieben Zimmern, und die Gäste wurden von der Chefin persönlich bekocht – mit hausgemachten Forellen- und Wildgerichten, die bis heute zu den Signature Dishes der „Klostermühle“ zählen. Schon damals kamen viele Gäste aus den Niederlanden und Belgien, später auch vermehrt aus dem Saarland.
Mitte der 1980er-Jahre begann die Saarkanalisation. Die Saar wurde schiffbar gemacht, der Wasserspiegel angehoben – und die Pension stand vor einer schwierigen Entscheidung: Schutzmauer oder Neubau? Zu dieser Zeit war auch Marion Mangrichs Tante Regina Minn bereits im Betrieb tätig und unterstützte tatkräftig den Neubau. So entstand ein Hotel mit zunächst 16 Zimmern, einem Restaurant und einem kleinen Weingut nebenan. Regina Minn übernahm den Hotelbetrieb, während Onkel Otto Minn das Weingut führte. Im Januar 1988 wurde das Hotel-Restaurant-Weingut Klostermühle feierlich eröffnet. Über die Jahre wuchs das Hotel weiter auf heute 22 Zimmer. Doch 2009 verstarb Regina Minn plötzlich und unerwartet. Daraufhin übernahm Maria Mangrich den Betrieb ihrer Schwester. Wenige Monate später stieg auch Marion Mangrich mit ein und bezeichnet sich selbst als die „administrative Hand“ ihrer Mutter.

Die Klostermühle hat eine lange Familiengeschichte.
Heute bietet das Hotel mit eigenem Weingut 26 Zimmer

Gemeinsam erarbeiteten sie sich die Auszeichnung 3-Sterne Superior, wurden Teil der Slow-Food– und Ebbes-von-hei-Initiative und dürfen sich heute „Landidyll“-Hoteliers nennen. Um Teil dieser Kooperation zu werden, muss man ein familiengeführtes Drei- oder Vier-Sterne-Hotel sein, regionale Küche anbieten, nachhaltig wirtschaften und ein landestypisches Freizeitangebot vorweisen. All das erfüllt das „Landidyll Weinhotel Klostermühle“ mit Bravour.

Weitere Umbauten sind bereits geplant

Aber auch für die Zukunft gibt es bereits Pläne: Sobald der richtige Zeitpunkt gekommen ist, soll das gesamte Restaurant samt Küche modernisiert werden. Auch die Rezeption ist bereit, auf den neuesten Stand gebracht zu werden. „Denkbar wäre zudem eine kleine Lobby oder Lounge, die den Gästen noch mehr Raum zum Ankommen und Verweilen bietet“, erklärt Marion Mangrich. Den Wellnessbereich würde die Tochter ebenfalls gerne erweitern und wünscht sich für den Außenbereich ein kleines Saunahäuschen mit Duschanlage. Man darf also gespannt sein, was die Zeit bringen wird.
Nach unserer Ankunft drehen der Küchenabschnittsgefährte und ich erst mal eine Runde durch das Hotel. Und eins wird uns sofort klar: Das Thema Weinbau steht im Fokus. Überall finden sich liebevolle Details, die darauf hinweisen. Beispielsweise eine historische Weinpresse, die an die Anfänge des Weinbaus erinnert. Wein ist also nicht nur ein Teil des Angebots, sondern ein spürbarer Bestandteil der Identität der „Klostermühle“.
Unser Zimmer ist total geräumig und bietet viel Komfort. Besonders freue ich mich neben dem Wein auf die Nacht auf einem der auf der Website beworbenen „Airfect“-Kissen – davon habe ich schon viel gehört. Das ist ein Kissen, das eine perfekte Anpassung an Kopf und Nacken ermöglichen und so für eine optimale Stützung der Halswirbelsäule sorgen soll. Um die Zeit bis zum Abendessen zu überbrücken, machen wir einen Abstecher ins nur wenige Minuten entfernte Saarburg. „Von dort fahren übrigens stündlich Pendelbusse nach Luxemburg – für fünf Euro“, empfiehlt Marion Mangrich. Viele Gäste nutzen dieses Angebot, um Luxemburg-Stadt zu erkunden. Auch Trier, Schengen oder die Saarschleife sind beliebte Ausflugsziele. Die gute Lage ist einer der Gründe, warum viele Gäste immer wieder zurückkehren – neben der Herzlichkeit, die hier gelebt wird.
Um sich über die zahlreichen Angebote in der Region zu informieren, sollte man übrigens unbedingt ins oberste Stockwerk des Hotels gehen. Dort befindet sich die sogenannte „Informierbar“, in der laut Marion Mangrich sämtliche Flyer der Umgebung ausliegen.
Hier kann man jederzeit sitzen und Kaffee, Tee oder ein kühles Getränk genießen. Direkt dahinter liegt ein großer Raum mit Tischkicker, Tischtennisplatte und zahlreichen Spielmöglichkeiten für Kinder. Angrenzend daran gibt es sogar einen kleinen Saunabereich. So finden also ganze Familien über Generationen hinweg ihren Platz in der „Klostermühle“.

Direkt gegenüber dem Hotel findet man das Weingut Minn mit seiner Vinothek

Zurück aus Saarburg werfen wir uns in Schale und machen uns auf den Weg ins hauseigene Restaurant. Wir starten – wie immer – mit einem Aperitif: Rieslingsekt vom Familienweingut Minn. Genau mein Geschmack, herrlich fruchtig. Fast zeitgleich wird der Gruß aus der Küche serviert: hausgebackenes Steinofenbrot mit Knoblauchdip. Zunächst bin ich skeptisch, doch hier stimmt die Balance – weder zu viel noch zu wenig Knoblauch. Bei den Vorspeisen bekommt der Küchenabschnittsgefährte eine Karotten-Ingwer-Suppe. Die leichte Schärfe des Ingwers harmoniert wunderbar mit der Süße der Karotten. Ich entscheide mich für „Großmutters Markklößchensuppe“ – perfekt für diesen verregneten Tag. Die würzige Brühe in Kombination mit dem Wurzelgemüse ist genau mein Ding, und zu Markklößchen sage ich ohnehin nie nein.

Hausgemachte Pasta mit Kräuterseitlingen

Kürbisparfait begeistert restlosAuch der Hauptgang lässt nicht lange auf sich warten. Ich wähle hausgemachte Pasta mit Kräuterseitlingen, die auch als vegane Variante erhältlich ist. Für meine Begleitung gibt es die gefüllte Maispoularde „Saartal meets Saltimbocca“ – gefüllt mit luftgetrocknetem Schinken aus Saarburg, Salbei aus dem hauseigenen Garten und Champignons. Dazu werden Jus, Bimi – auch Spargelbrokkoli genannt – und selbstverständlich hausgemachte Kroketten serviert. Passend dazu gönnen wir uns jeweils ein Glas Wein. Maria Mangrich berät uns persönlich. Der Küchenabschnittsgefährte entscheidet sich für einen Riesling Kabinett vom Ockfener Bockstein, mild in der Säure und hell im Glas. Ich wähle einen Auxerrois vom Weingut Carlsfelsen in Palzem, intensiv gelb und die perfekte Ergänzung zu meiner Pasta. Obwohl wir bereits gut gesättigt sind, verzichten wir nicht auf das Dessert. Besonders gespannt bin ich auf das Kürbisparfait, das ich bereits bei der Recherche entdeckt habe. Und es überzeugt auf ganzer Linie: Die Kombination aus Kürbis, Apfelkompott und einem Hauch Zimt ist großartig, das Nusskrokant setzt dem Ganzen die Krone auf. Ein Traum.

Kürbisparfait mit Apfelkompott und Zimt

Auch meine Nacht auf dem „Airfect“-Kissen hält, was sie verspricht. Erste Nächte auswärts fallen mir sonst schwer, doch dieses Kissen lässt mich genau diesen Effekt überspringen. So bleibt mir nur noch zu sagen: Einen Ausflug in die „Klostermühle“ kann ich wärmstens empfehlen. Man wird herzlich empfangen, es fehlt einem an nichts – und was gibt es Schöneres, als nur unweit der Heimat für ein Wochenende den Kopf freizubekommen?

Landidyll Weinhotel Klostermühle
Hauptstraße 1
54441 Ockfen/Saar
Telefon 06581-92930
weinhotel@klostermuehle-saar.de
www.klostermuehle-saar.de
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