Herzhaftes, Trinkbares

Weiße Spanier – Teil 1

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{Dieser Beitrag enthält Werbung} Bei diesen sommerlichen Temperaturen verbringt man doch gerne mal einen Abend auf dem Balkon oder der heimischen Terrasse. Vor allem in Anbetracht der aktuell doch etwas ungewissen Reisesituation. Da macht sich ein Schluck weißer Spanier im Weinglas ganz gut, um beim Urlaubsfeeling zu Hause aus dem Vollen schöpfen zu können. Der ein oder andere denkt sich jetzt sicher: „Wie? Es gibt auch Weißweine aus Spanien?“

Ja, die gibt es! Besonders die Region rund um die autonome Gemeinschaft Kastilien-Léon, in der spanischen Provinz Valladolid, ist bekannt für ihre einzigartigen Weißweine. Von dort stammt die im Jahr 1980 gegründete kontrollierte Herkunftsbezeichnung „D.O. Rueda“ (Kurzform für Denominación de Origen). Dieses Gebiet befindet sich etwa 170 Kilometer nördlich von Madrid und umfasst 17.600 Hektar Rebfläche, was einer Größe von 24.640 Fußballfeldern entspricht. Wenn Ihr mich fragt, ganz schön riesig! Bewirtschaftet wird diese Fläche von mehr als 70 Weingütern und rund 1.500 Winzerfamilien.

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Fotocredit: Weine der D.O. Rueda c/o ff.k Public Relations GmbH

Und das mit Erfolg, denn die Weine, die ein Qualitätssiegel der „D.O. Rueda“ tragen dürfen, genießen internationale Wertschätzung. Zusätzlich dient das Siegel zusammen mit einer Produkt- und Seriennummer dazu, mögliche Fälschungen vorzubeugen. So können uns als Freunde des guten Weins die Herkunft und die Einhaltung der Qualitätsbestimmungen bei der Erzeugung garantiert werden. Die verschiedenen Siegel-Varianten findet man aber nicht nur im Weißweinregal, sondern auch auf Rot- und Roséweinflaschen.

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Aber genug der Theorie, kommen wir zum Eingemachten und sprechen über den Geschmack. „Papa Köstlich“ und ich durften uns durch Weine der „D.O. Rueda“ probieren. Ich würde sagen, dass wir bei unserer Weinprobe ein kleines Stück vom Sommer in unseren Gläsern hatten. Der Bio-zertifizierte Wein Sauvignon Blanc vom Weingut „Bodegas Pita“ stammt aus der kleinen Gemeinde Rubí de Bracamonte. Beim Anbau werden weder Düngemittel noch Pestizide verwendet. Familie Pita legt größten Wert darauf, die Trauben so natürlich wie möglich heranreifen zu lassen. Respekt und Wertschätzung des Ökosystems unserer Natur stehen hierbei an oberster Stelle.

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Das schmeckt man – finden „Papa Köstlich“ und ich. Ich muss gestehen, dass ich riesiger Sauvignon Blanc Fan bin und mich daher sehr auf das Verkosten dieses Weins gefreut habe. Als mir dann der Geruch von Stachelbeere und tropischen Früchten in die Nase steigt, bin ich einfach begeistert. Mit seiner blassgelben Farbe und Noten von Limette und Grapefruit ist er an Fruchtigkeit kaum zu übertreffen. Der 2020er Sauvignon Blanc passt mit seinem ausbalancierten Säuregehalt wirklich perfekt zur leichten Schärfe unserer Gazpacho. Diesen Spanier sollte man unbedingt probiert haben. Und auch ohne Gazpacho kann man diesen Wein einfach in der Sonne genießen. Wie der Slogan von „D.O. Rueda“ schon besagt:

„Rueda passt immer!“

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Im kommenden Blogpost diese Woche wird es erneut um die Weinregion Rueda gehen und ich verrate Euch, für welche der weißen Rebsorten diese weltweit bekannt ist. Falls Ihr es schon wisst, verratet es mir doch gerne unter den Rezepten in den Kommentaren. 🙂

Ich hoffe, Ihr freut Euch so sehr wie ich, wieder eine neue Weinregion kennengelernt zu haben. Nun wünsche ich Euch viel Spaß beim Nachkochen und beim Weine verkosten. Ich freue mich auf Eure Ergebnisse. Markiert mich und @weine_der_do_rueda auf Instagram oder setzt die Tags #kathikoestlich und #ruedapasstimmer #spaniensweißweinstar #dorueda

Zutaten für die Gazpacho:

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  • 3 Gurken
  • 2 rote Paprika
  • 2 gelbe Paprika
  • 15-20 Basilikumblätter
  • 2 Knoblauchzehen
  • 400 g passierte Tomaten
  • 2 EL Rotweinessig
  • 120 ml Olivenöl
  • Salz, Pfeffer
  • Cayennepfeffer

Zusätzlich: 4 kleine rote Paprikaschoten, Basilikumblätter und Olivenöl zum Garnieren

Zubereitung:

  1. Zuallererst das Gemüse waschen. Zwei Gurken schälen und in grobe Stücke schneiden. Danach eine rote und eine gelbe Paprika entkernen und ebenfalls in grobe Stücke schneiden. Beides zusammen mit Basilikumblättern, passierten Tomaten, abgezogenen Knoblauchzehen, Rotweinessig und Olivenöl in eine Schüssel geben. Entweder püriert Ihr das Ganze mit einem Pürierstab für etwa zwei bis drei Minuten oder Ihr gebt alles in einen Mixer.
  2. Danach könnt Ihr eure Gazpacho mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer abschmecken. Vorsicht, macht es nicht zu scharf, denn im Kühlschrank entfaltet sich die Schärfe noch etwas.
  3. Wer diese kühle Suppe ganz fein möchte, streicht sie am besten noch durch ein Sieb. Stellt die Gazpacho im Anschluss in den Kühlschrank.
  4. Die Zwischenzeit dafür nutzen, die übrig gebliebene Gurke zu halbieren, zu entkernen und in kleine Würfel zu schneiden. Die Paprikas schälen und ebenfalls entkernen und in kleine Würfel schneiden. Gebt alle Würfel in eine Schüssel und gebt etwas Salz dazu.
  5. Um optisch daraus ein richtiges Highlight zu machen, halbiert und entkernt die kleinen Paprikaschoten. Befüllt diese mit den eben zubereiteten Gemüsewürfeln und legt sie jeweils auf einen bereits mit kühler Suppe gefüllten Teller. Träufelt etwas Olivenöl darüber und garniert das Ganze mit ein paar Basilikumblättern.
  6. Die Gazpacho schmeckt natürlich genauso gut, wenn ihr die Gemüsewürfel einfach obendrauf streut. Oder sie beispielsweise in einem kleinen Glas serviert.

Das Rezept gibt‘s hier als Download